Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 3 (1837))

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50 Jahre später vergebens erwartet hat — war im
Allgemeinen nicht unbekannt. Allein diese Materialien
waren ungeordnet, und cs war, wie der sceligc Kirch-
eisen kn dem Erlaß vom 1. Novbr. 1811 (Mathis
I. M. Schrift Xk. 191. 192.) sagte, „der Mühe wcrth,
solche Arbeiten an ein näheres Licht zu bringen, und sie
der Vergessenheit zu entziehen." Der Justiz-Commissar
Simon (jetzt Geh. Ober-Justiz- und Revisions-Rath)
erhielt daher den Auftrag, die Materialien szientivisch zu
rcdigiren^ Der Bericht vom 12. Scpt. 1811 (Mathis
Xl. 192—286.) gab Rechenschaft von dem,' was ge-
schehen. Der Ministcrial- Erlaß vom 1. Novbr. 1811
erkennt an, daß „der beharrliche Fleiß, die Sachkcnntniß
und der Scharfsinn, mit welchem dies Geschäft von dem
re. S k m o n vollendet ist, den künftigen praktischen Nutzen
dieser Matcn'alic» nngczwcifclt mache, zu welchem vor-
züglich zu zähle», daß die Vorbescheidung der
Gerichtshöfe über zweifelhafte Auslegung
der Gesetze, nicht nach der Opinion desjenigen,
an den die Anfrage gerichtet wird, sondern
mit Benutzung der Materialien, der Dis-
kussionen bei der Ausarbeitung und »ach dem,
nicht selten deutlich auögedrückten Konklusum
über das zur Sanktion gebrachte Gesetz, nun,
mehvo nach der wahren Natur einer authen-
tisch^: Erklärung, erfolgen kann und wird."
Dies war also der erste Dorthcil der Rcdaction, und
die Ministerial-Rescripte gründen sich seitdem häufig „auf
die cingeschenc» Materialien." — Ter zweite Vortheil
ergab sich bei der Revision der Gesetzgebung; diese waz

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