Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 15 (1852))

5. Die Frage der Uebergabe in Interventions-Prozessen : Erörterung

84

m.
Pic /tagt -er Vedrrgabc in Intervenlions-
Prozesscn.

Erörterung
vom
Herm Obergenchts- Assessor und Oberstaatsanwalt-Gehülfen
Jeffe zu Ratibor.
der Praxis kommt häufig folgender Fall vor-
Der Intervenient beansprucht das Eigenthum einer Sache
auf Grund eines schriftlichen Kaufvertrags, den er mit dem
Exequenden geschlossen hat. Zum Beweise der vom Inter-
venten bestrittenen Ilebergabe beruft er sich auf eben diesen
Vertrag, in welchem eS allerdings heißt, daß die Ilebergabe
erfolgt sei. Es wird nicht weiter erwogen, ob der Vertrag
in dieser Beziehung auch dem Interventen entgegenstehe und
dem Intervenienten das Eigenthum zugesprechen. Ich halte
das für unrichtig.
Zum Eigenthumsübergange auf den Intervenienten
ist die Ilebergabe nothwendig. Daß die Uebergabe, wie nicht
selten vorkommt, auch eine traditio brevi manu sein, oder
per constitutum possessorium geschehen kann, ist unzweifel-
haft. Was insbesondere daS constitutum possessorium an-

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