Volltext: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 15 (1852))

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ficit der Civil-Senat des Königlichen Äppellationsgerichis
zu Arnsberg in der Sitzung vom 21. Februar 1852, an
welcher die Appellations-Räthe Rintelen, Schmidt, Stün-
deck und Schulz und der Kreisgcrichts-Rath Westermanu
Theil genommen haben, für Recht erkannt:
daß das Erkenntniß der I. Abtheilung des Kreis-
gerichts zu Olpe vom 8. Juli 1851 dahin abzu-
ändern, daß Kläger mit der erhobenen Klage ab.
zuweisen und die Kosten beider Instanzen jeder
der Parteien zur Hälfte aufzuerlegen.
Bon Rechts Wegen.
Gründe.
Der Kläger nimmt als Eigenthümer der gräflichen
Güter Lenhausen das Eigenthum der Fischerei auf der
Lenne von dem Rönkhauser Bach bis zum Habbekcr Seifen
in Anspruch, sich darauf stützend, daß daS öigenthum die-
ser Privatfischerei 40 — 50 Jahre ausschließlich geltend
gemacht und durch den Theilungsrezeß der Lenhauser
Mark vom 27. April 1834 anerkannt und bestätigt worden
sei. Da nun Verklagter am 28. Dezbr. 1849 in dieser
Fischerei in der Nähe der Lennebrücke bei Lenhausen mit
einer Lute offen und unter der Behauptung des Rechts
dazu gefischt habe, so beantragt Kläger zu erkennen, daß
der Verklagte
nicht berechtigt, auf der Lenne von dem Rönk-
hauser Bach bis an das Habbeker Seifen die
Fischerei auSzuübcn.
Beklagter bestreitet die Fischcreigerechtigkeit deö Klä-
gers in den bczeichneten Grenzen nicht, wohl aber die
Ausschließlichkeit des Rechts und behauptet, daß ihm, weil
er Miteigenthümer des Grundstücks sei, von welchem aus
er gefischt habe, als Adjacent die Fischerei bis auf die

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