Volltext: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 15 (1852))

Civftere soll Den Mangel rer gültigen Einräumung oder
rer Dispositionsbefngniß des Auetors ersetzen; ihre Bedeu-
tung als Ersatzmittel unterbliebener feierlicher Formen
(Mancipatio::) ist dem deutschen wie dem Preuß. Recht
durchaus fremd, und doch wurde sie diese Bedeutung haben,
wenn sie bei der eiugeräumteu Reallast ein Mittel wäre,
die versäumte Eintragung ;u ersetzen.
Bei einigen Arten dinglicher Reckte ist der Rechts-
besitz nothwendig mit dem (unvollständigen) Besitz der
belasteten körperlich.!: Lacke verbunden (Faustpfand -
dingliche Nutzungsrechte.) Zum Erwerb dieser Reckte durch
Ersitzung oder Einräumung ist mithin der Besitz der be-
lasteten Lache selbst allerdings nöthig, jedoch nur, weil
sonst auch der Recktobesitz saetisck unmöglich ist.
Bei andern dinglickeu Rechten ist ein dauernder
Rechtsbesitz überhaupt factisch unmög'ich, weil daS Recht
schon durch einmalige Ausübung konsnmirt wird tHypo-
thek-Vorkaufsrecht). Hier fällt der Erwerb durch Ersitzung
von selbst weg, und der Erwerb durch Einräumung kann
nur nach der §. 136. I 2. 8. R. anfgestellten Regel statt-
finden. Daß diese Stelle in der That hauptsächlich auf
die Abschaffung der Liottvcntioual-Hypothekeu berechnet ist,
ergibt sich aus der Verweisung auf §. 8. ! 20. so wie
aus den in den Jahrbüchern B 41. S. 2. abgedruckten
Suarez'schen Bemerkungen.
Es bleiben diejenigen dinglichen Rechte übrig, die
eines dauernden juristischen Besitzes ohne Verbindung mit
unvollständigem Besitz der belasteten Sache fähig sind
(Grundgerechtigkeit — R allast. - ) Erstere kann nach
ausdrücklicher Vorschrift des 8. R. (§. 13. l. 22.) sowohl
durch Einräumung als durch Ersitzung erworben werden.
Di<Eintragung war nach dem Texte des 8. R. nur hin-
fichts einiger Grundgerechtigkeiten und auch hier nur zur
Erhaltung des dinglichen Rechts erforderlich. Diese

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