Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 15 (1852))

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praktische Brauchbarkeit überbaupt einer genauen Prü-
sung unterwerfen sollen- Ersprießlich kann indcß eine
solche Prüfung nur kann werken, wen.i man kialectische
Operationen mit unbestimmt ausgeprägten Begriffen als:
Recht zur Sache — Titel — entweder gan; vermeiket,
oder koch bestimmt sagt, ob darunter noch ankere Befug»
niffe als kie einer Forderung überbaupt zukommenden
verstanden werken, gegen welche Rechrssubjecte kie dem
Titel etwa beigclegten bejonderen Befugnisse sich äußern,
und turch welche Rechtsmittel sic zur Geltung zu bringen
sink.
Hierbei könnte geltend gemacht werden, daß ja eben
die hier besprochenen Gcsetzstellen eine Erweiterung dcö
Rechts zur Sache über die D>finition im 21. ?. R. I 2
§. 123. 124. binaus rnkbalten, daß es desbalb auch ein»
flußlos erscheine, ob ein wirklicher Kolliflonsfall vorliege:
es genüge vielmebr, daß ein bestimmtes Rechtsverbältniß
zwischen dem dinglich Berechtigten unk dem Inbaber des
Titels, begründet auf die mala lidcs des ersteren bingestellt
sei, und dieses Rechtsverbältniß müsse auch durch Klage
oder Einwank ver'olgl werken können.
Dieser Gesichtspunkt führt inkcß nicht weiter.
Gesetzt \. unk 11. baden jeder dieselbe Sache von
C. gekauft, kem II. ist sie übergeben, koch war ibm der
ältere Kaut des V. bekannt. Ru» will A. gegen 11. aus
Grund jener gesetzlichen Vorschriften klagen, welche die
Verpflichtung des 11. dabin bestimmen, daß er sich seines
dinglichen Rechtö gegen A. nicht bediene. Weiter wird
A., will er sich keiner pluspetitio schuldig machen, seinen
Klageantrag nicht stellen dürfen. 2lber w'S erreicht e»,
wenn diesem Anträge gemäß erkannt wird?
' Freilich bestimmt §. 6- I 19- weiter: der Richter
sollen zugleich darüber entscheiden, welchem von beiden
durch die Einräumung deS Besitzes rin dingliches Recht

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