Full text: Neues Archiv für preussisches Recht und Verfahren, sowie für deutsches Privatrecht (Jg. 15 (1852))

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»irt oder zwischen ihm und dem Eigenthümer getheilt oder
auch dem Letzten allein überlassen«). Das Regal bestand
also immer nur in dem verliehenen besonderen Schutze des
EigenthumS.
Um solchen Schutz bewarben fich viele Waldeigenthümer;
besonder» Geistliche, welche ja selbst die Jagd nicht ausüben
solltet. Ihre Befitznngen waren aber nur selten,ihr aus-
schließliches Privateigenthum; wenigstens in sehr vielen
Fällen bestanden sie aus gemeinschaftlichem Markeneigenthum,
wo es dann, weil der mit dem Bannforstrechte beliehrne,
andere von der eigenthümlichen Mitbenutzung auszuschließen
befugt war, der Einwilligung der Miteigenthümer zur Anle-
gung der Dannfcrste bedurfte. Es liegen auch bis zum An,
fange d«S 12. Jahrhunderts Beispiele genug vor, daß bei
Verleihung von Bannforsten, viele der bisherigen Mitberech-
tigten als miteinwilligend aufgeführt werden. Wir wollen
nur einige Beispiele aus Westfalen nennen. Als Earl d. Gr.
804 der Kirche zu Osnabrück den OSning als Bannforst
schenkt«, geschah eS: collaudatione illius regionis potentium«).
Otto III. schenkte 991 der Kirche zu Minden einen Forst
ob interventum ae comprobationem üdolium nostrorum Du-
ci« Bernhardi, fratris sui Lutgeri atque Ailhardi comitis ali-
orumque comprovincialium suorum47). Conrad II. gestattete
1029 dem Bischöfe zu Minden, einen diesem gehörigen
Wald »inzuforsten: forestari concessimus et dann, nostri di-
strictu circumvallavimus — cum consensu Bernhardi Ducis
et collaudatione sui fratris Dietmar! ceteriimquc civium in
eadem silva usque modo communionem venandi habentium48).
Heinrich IV. schenkte 1062 der Kirche zu Hildesheim quoddam

«) Beispiele bei Stieglitz § 13. Note 38—43.
Möser Oenabr. Gesch. I. Absch. 5. tz. 31. u. Urk. R. 2.
Pfeffinger Vitriar. illustr. III. p. 1363.
47) Pistorii Script, rer. gcrm. III. 738.
«) Pistorius I. c.

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