Full text: Jherings Jahrbücher für die Dogmatik des bürgerlichen Rechts (Bd. 44 = 2.F. 8 (1902))

5. Zur Lehre von den Willenserklärungen nach dem B.G.B.

Nachdruck verboten.

m.
Zur Lehre von den Willenserklärungen
nach dem B.G.B.
Bon Dr. Hermann Hsay,
Rechtsanwalt bei dem Kammergericht in Berlin.
Daß der menschliche Wille, um eine rechtliche Wirkung
hervorzurufen, nicht rein innerlich geblieben sein darf, daß er
vielmehr in irgend welcher Form nach außen hervorgetreten,
erkennbar geworden sein muß, ist unbestritten. Daß diese
Aeußerung in den allerverschiedensten Formen geschehen kann,
ist unbestreitbar.
Aber damit ist die Grenze des in der Lehre von den
Willenserklärungen Unstreitigen auch bereits erreicht. Sobald
man nach dem Werthe dieser verschiedenen Formen, nach der
Natur ihrer Verschiedenheit und nach der Bedeutung ihrer Ver-
schiedenheit für das Recht fragt, ergeben sich sogleich von
einander abweichende Antworten.
Insbesondere gilt dies für die Fragen, ob die Verschieden-
heiten innerhalb der Willensäußerungen solche ihres inneren
Wesens, und ferner ob sie vom Recht seiner Normirung zu
Grunde gelegt sind; und der Gegensatz in ihrer Beantwortung
hat nicht etwa nur eine rein theoretische Bedeutung, sondern
er führt auch praktisch zu entgegengesetzten Ergebnissen.

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