Full text: Jherings Jahrbücher für die Dogmatik des bürgerlichen Rechts (Bd. 32 = N.F. 20 (1893))

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Prospekt.

vr. Gier ke in Berlin und Professor vr. Strohal in Graz
in dankenswerther Weise zugesagt war.
Die Namen der Mitherausgeber mögen dafür Bürge sein,
daß die Richtung der Jahrbücher unverändert bleiben wird.
Auch an dem bisherigen Programm soll festgehalten werden.
Die Jahrbücher sollen der Dogmatik des Privatrechts gewidmet
sein und ein besonderes Interesse den neuen Gebilden in unserm
Rechtsleben zuwenden. Nur in zwei Punkten glauben wir
durch eine Erweiterung des Programms dem Bedürfniß der
Gegenwart zu entsprechen. Niemand, der sich heute mit civil-
rechtlichen, nicht ausschließlich auf historischem Gebiete liegenden
Untersuchungen beschäftigt, kann stillschweigend an der großen
nationalen Aufgabe vorübergehen, der Herstellung eines bürger-
lichen Gesetzbuches für das Deutsche Reich. Es ist die Ab-
sicht, daß die Jahrbücher fortan die Arbeit der Gesetzgebungs-
kommission durch kritische Beleuchtung der wichtigsten Ergeb-
nisse unterstützen. Ferner scheint es bei dem großen Einfluß,
den die Rechtsprechung der höheren deutschen Gerichte, ins-
besondere des Reichsgerichts auf Theorie und Praxis ausübt,
geboten, daß grundsätzliche Entscheidungen auf ihre Richtigkeit
untersucht und — je nach dem Ausfall einer unparteiischen
Prüfung — entweder möglichst gestützt oder in maßvoller
Weise bekämpft werden.
Keine Zeitschrift kann allein von den Schultern ihrer
Herausgegeber getragen werden, jede bedarf der regen Mit-
arbeit auS den weitesten Kreisen. Sie würde unfehlbar der
Einseitigkeit verfallen, wenn sie nur der Sprechsaal Weniger
wäre. Wir laden daher alle Fachgenossen ein, uns bei der

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