Volltext: Jherings Jahrbücher für die Dogmatik des bürgerlichen Rechts (Bd. 51 = 2.F. 15 (1907))

126 Otto Hagen, Die Haftung der Verstcherungsforderung rc.
vornherein keinen Anspruch gegen den Versicherer habe. Die
gleiche Frage kann hinsichtlich des § 61 (vorsätzliche oder fahr-
lässige Herbeiführung des Versicherungsfalles durch den Hypo-
thekengläubiger), hinsichtlich der Verletzung vertraglicher Ob-
liegenheiten und dergl. austauchen und bei Gefahrerhöhungen,
die durch den Hypothekengläubiger vorgenommen werden, macht
es einen großen Unterschied, ob der Hypothekengläubiger als
versicherte Partei oder als neben dem Versicherungsverhältnis
stehender Dritter aufzufassen ist. Es unterliegt' wohl keinem
Zweifel, daß in allen diesen Beziehungen nur die Auffassung
dem Wesen des Verhältnisses gerecht wird, die den Hypotheken-
gläubiger als wirklichen Versicherten betrachtet^).
59) Ueber die Schwierigkeit, auf anderem Wege zu einer sachlich ge-
rechtfertigten Entscheidung zu gelangen, vergl. auch Schneider in der
ZVersWiff. 5, 273 bei Anm. i.

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