Volltext: Neues Archiv für Handelsrecht (Bd. 2 (1860))

6. Ueber Havariegrosse bei Schiffen in Ballast : Zugleich als ein Beitrag zur Erläuterung des § 104 des Allgem. Assecuranz-Plans

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4. Havariegroffe bei Schiffen in Ballast.

4.
Ueber Havariegroffe bei Schiffe» in Ballast.
Zugleich als ein Beitrag zur Erläuterung
des §104 des Allgem. Affecuranz-Plans.

i.
Es ist ein Jedermann geläufiger Begriff, daß man unter
Havarie solche Schäden, Verluste oder außerordentliche
Unkosten versteht, durch welche der Interessent eines (vor-
nehmlich zur See) verschifften Gegenstandes, (des Schiffs
oder der Ladung), betroffen wird. — Im Allgemeinen gilt
hier, wie in allen sonstigen Rechtsverhältnissen die Regel, daß
die mit Unfällen verbundenen Nachtheile von den Eigenthümern
oder sonstigen Interessenten der vernichteten oder beschädigten
Gegenstände selbst getragen werden (casum sentit dominus).
Hievon macht indessen das geltende Recht (gestützt auf ein
allgemeines Billigkeits-Princip) in Betreff solcher Schäden
oder Aufopferungen eine Ausnahme, die beim Vorhandensein
einer Gefahr, durch welche eine Mehrheit von Gegenständen
verschiedener Interessenten bedroht wird, in der Absicht erlitten
und resp. herbeigeführt werden, um die Gesammtheit oder
doch einen größtmöglichen Theil der bedrohten Gegenstände
der Gefahr des Untergangs oder doch schwererer Benachthei-
ligung zu entziehen. Schäden und Aufopferungen der letzteren
Art werden unter den angegebenen Umständen schließlich über
den Werth aller derjenigen Gegenstände, welche der Gefahr

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