Full text: Neues Archiv für Handelsrecht (Bd. 2 (1860))

7. Diligenz von Mandataren bei der Prüfung der Echtheit von Documenten, insbesondere von Connossementen

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5. Diligenz von Mandataren bei der

französische Jurisprudenz verneinen diese Frage. — Ver-
muthlich hat man sich in Hamburg und in den in Betreff
der affecuranzrechtlichen Praxis eng mit ihm verbundenen
hanseatischen Schwesterstädten der englisch-französischen Auf-
fassung dieses Punktes zugeneigt, was von den Assecuradeurs
ohne Zweifel möglichst gefördert worden ist. So weit es nun
auf Havariegrosse ankam, mußte man sich der oben mit-
getheilten Bestimmung der Assec. - u. Hav. - Ordn. fügen.
Wegen der Schiffe in Ballast war man dagegen durch
kein positives Gesetz gebunden, und es stand mithin nichts
im Wege, bei dem Assecuranz-Vertrage in Beziehung auf den
besprochenen Punkt eine Praxis anzubahnen, welche, wenn-
gleich auf Kosten einer völligen Consequenz, Dem entsprach,
was man für richtig halten mogte, und was bei dem größeren
Theile der beim Seeverkehr betheiligten Völker auch wirklich
als rechtsgültig behandelt wird.

3.
Diligenz von Mandataren bei der Prüfung
der Echtheit von Documenten, insbeson-
dere von Connoffementen.

Dem auf den folgenden Blättern darzustellenden Rechts-
falle liegt ein glücklicher Weise so ungewöhnliches Vorkommniß
zu Grunde, daß er auch ohne das rechtliche Interesse, welches
er darbietet, der Mittheilung werth sein würde. Jedenfalls
werden die kaufmännischen Leser des Archivs nützliche
Warnungen aus ihm ableiten können.

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