Full text: Magazin für positive Jurisprudenz (Bd. 1, St. 1 (1803))

viirt halten, nnd kann es auch nicht, da letzter«
ja mehr Uebel enthalten, wie elftere. Esnrüfste
endlich auch nicht blofs das Rädern und Sänken,
sondern auch das Schwerdt und das Rad gleich
feyn; weil ja die Strafe des Schwer dies mit dem
Säcken, und letzt erfcs mit: demRadern gleich feyn
soll. Ich bin uberzeugt, dass Karl diefe Strafen
nicht für gleich, sondern manche für gröfser,
manche für geringer hielt; aber er wollte ein-
mal hier auf das Gefchlecht bey der Beftrafung
Rücklicht nehmen, und wählte bey gleichen
Verbrechen ungleiche Strafen , ohne zu beden-
ken, was freylich ein philofophifcher Gesetzge-
ber gethan haben würde, dafs ein und dasselbe
Verbrechen, von zweyen Subjecten mit gleicher
Zurechnung begangen, auch auf gleiche Art ge-
ahndet werden miilfe. Aber, wie gesagt, Karl
glaubte einen triftigen Grund zu haben, ver-
schieden strafen zu müssen, ohne fich darum zu
kümmern, dafs diefe Verschiedenheit nicht in
Ungleichheit der Uebel ausarte.

§' 6.
Es fallen aber auch noch andre Strafen, auf-
fer den genannten Todesftrafen, nach der pein-
lichen Gerichtsordnung ein Verhältnifs zu ein

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