Full text: Magazin für das Civil- und Criminal-Recht des Königreichs Westphalen (Bd. 1 (1810))

von einem zweifelhaften Erfolge, müllen Ver-
mieden weiden. Der wahre Grund war alfo,
das, was die Rechtsgelehrten turbatio Jan-
guir.is nennen, zu verhindern.
Diele Furcht vor der Verwirrung des
Blutes tritt nicht weniger ein, wenn die
Ehe für nichtig erklärt, als wenn das Band
derselben aufgelöfet worden ifi; denn ob-
gleich das Gesetz annimmt, dafs diefe Ver-!
bindung niemals behänden habe, fo ifi dies
doch nur eine Fiction, welche die wirkliche
Thatfache der phyfifchen Verbindung nicht
äufheben kann. Auch hat die für nichtig
erklärte Ehe alle bürgerliche Wirkungen in
Rücklicht der Kinder, wenn he in pnn m
Glauben eingegangen war. (Art. aoi. G N.).
Und wenn die Frau, angenommen dafs
lie lieh vor dem gesetzlichen Zeiträume wie-
der ver he v - athet habe, in den erlien hun-
dert achtzig Tagen der zweiten Ehe nieder
kommt, wer ifi, als Vater zu betrachten?
Wenn lieh der zweite Ehemann weigert
es zu fe n, soll es der erfie seyn ? "Wenn
dieser lieh weigert, soll das Kind dem erfien
zugetheilt werden ? und wenn beide es in
An-

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