Full text: Kritische Zeitschrift für Rechtswissenschaft (Bd. 4 (1828))

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Württemb. Pr!ivatrecht.

Die im praktischen Theile enthaltenen Auflösungen von
Beispielen fand Ref., so weil er sie durchzuzchen für nöthig
hielt (denn Alle genau durchzugehen konnte nicht seine. Sache
scyn), beinahe durchaus richtig. Doch fließ er auch hier auf
einzelne Unrichtigkeiten. So ist z. B. in dem S. 501 mit.
angeführten Falle der Pflichltheil der zwei Enkel II u. C. ganz
falsch, und anders berechnet, als der Vers, selbst in de» fol-
genden Fallen den Pflichtlheil der Desccndentcn berechnet. Eben-
so ist in dem S. 282. oben angegebenen Jntestalerbfaile, wenn
nicht im Schema ein Druckfehler ist, völlig falsch entschieden.
Der Erblasser hinterließ nähmlich in demselben 1) eine Wittwe,
2) einen Großvater, 5) einen väterlichen Oheim C. und 4) ei-
nen Bruder der Frau seines Vaters (die nach dem Schema
blos die Stiefmutter des Erblassers ist) I). Hier soll nun
nach dem Vcrf. ein Jntestaierbsall der IV. Cl. vorhanden scyn
und der Erblasser beerbt werden von der Wittwe und von —
C. u. D. Allein es ist ja ein Jntestaterbfall der zweiten
Classe, da der Großvater nach dem Schema noch lebt, und
wäre er todt, so könnte nur C mit der Wittwe erben, da ja
D mir dem Erblasser gar nicht verwandt, und nicht einmal
eigentlich verschwägert ist. Der letztere Fehler ist ganz ebenso
in dem Beispiele S. 29L. unten gemacht. Auch hier wird
Jemanden, der nach dem Schema mit dem Erblasser weder
verwandt noch eigentlich verschwägert ist, ein Erbrecht an den-
selben wegen Verwandtschaft gegeben, weil der Vers, glaubt,
er fty mit dem Erblasser halbbürtig verwandt. — Bei diesen
Schemata wird auch der Ueberblick dadurch sehr erschwert, daß -
der Vers, dabei auf eine sehr unpäßliche Weise von der ge-
wöhnlichen Vczeichnungsarl abweicht, und jeden Verstorbe-
nen mit einem Kreutze durchstreicht, wahrend -gewöhnlich weit
bester, dieß blos bei dem.Erblasser mit einem Kreutze, und
bei'andern Verstorbenen mit einem einfachen Striche geschieht. ;

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