Full text: Kritische Zeitschrift für Rechtswissenschaft (Bd. 4 (1828))

Unterholzner, üb. d. verschiedenen Arten d. Ligentbums rc. 73
pollständig gebe, und daß sie nur einen Theil der an einer
andern Stelle bemerkten Intentio ausmache, folglich noch den
Zusatz: „ex jure Quir.“ gehabt habe. Aus der Darstellung
des Ref. erhellt einmal zuverlaßig, daß der dominds in donis,
nicht per sponsionem sein Recht verfolgen konnte: denn er
sonnte daS „ex jure nicht behaupten. Ebsn 'so —7-
und bas muß man dem Vers. einraumen — sind wir nicht zu
der Annahme befugt, daß der dominus ex jure (^uirit. nicht
mit der formula petitoria aufzutreten vermochte, da derselbe ,
um mit ihr obzusiegen, weniger darzuthun hatte,- als wenn er
per sponsionem klagte. Halt man fest, daß der Klager,-wes*
cher per fopmulam petitoriam klagte, mit dem Beweis des
einfachen Satzes: „res mea est“ abfamj so überzeugt man
sich leicht, daß auch der dominus in bonis durch sie klagen
konnte. Er war ja doch auch ein dominus , und konnte auch
sagen : „r-es mea est." Auf der andern Seite begreift man
nicht, weßhalb derBepsatz: „ex jure Quir.“ aus der formu-
la petitoria wegblieb, und welchen Zweck, dieses Hinweglassen
hatte, wenn nicht gerade den, daß der dominus in donis,
welcher nicht sagen konnte: „res ex jure (2uir. mea est",
in dieser formula ein Schutzmittel seines Eigenthums finden
sollte. Der dominus in donis war demnach durch die formu-
la petitoria gedeckt, und für ihn bedurfte eS keiner fictio. Diese
formula petitoria bildete, die eigentliche rei vindicatio, das
petitorium judicium. Wie gewiß eS aber seye, daß die Worte:
„ex jure Quir.“ bei ber vindicatio unwesentlich waren, das
offenbart sich ohne Widerspruch aus einer Bemerkung von Pom-
ponius in 1.1. §. 2. D. de rei vind. Diese Stelle zeigt, daß
man jene Worte (oder die, worein die (Ämpilatoren sie viel-
leicht verwandelten: „ex jure romano", „ex lege Quir.“)
wohl beifügen durste, daß sie aber regelmäßig, ohne bestimmte,
nur durch sie, zu erreichende Absicht nicht beigefügt wurden.

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