Volltext: Band (Bd. 4 (1828))

tyj Römisches Recht.
einer klaren, von nirgendsher getrübten, Einsicht in seine Ein-
zelnhelten n»d seinen Zusammeichatig mir andern Ncchuins!lin-
ken erfreuen dürften. Desto größer« Dank möchte man dem
Verf. zollen, daß'er die Aufmerksamkeit wieder auf denselben
leitete. Was aber die vörgelcgte Abhandlung selbst geleistet,
dar soll hier kurz gewürdigt werden. — Zm §. l. u. 2. uuicr,
sucht der Verf.- die Falle, i» welchen ein dominium In bonis
entstand. Hiebei, sind dem Nef. manche Bedenklichkeiten ge-
kommen. Erstlich sicht,er nicht ab, wie man aus I. i. D.
de bon. poss. in Zweifel ziehen könne, ob dem bonornrn
possessor ein dominium in bonis zukam; da sich Ulpian hier
gerade für diese Art des Eigenthums unverkennbar ausspricht.
Zweitens ist «S dem Nef. aufgefallen, daß die Verhältnisse
des Zidcicommiffes völlig übergangen 'sind. Wenn man sich
auch nicht durch die Geschichte ,, die Natur des Instituts (Caj.
II. §. 251 — 254.) und durch ausdrückliche Stellen (I. 63. pr.
I). ud Letmii chsrebell.) bewegen lassen will. Las Recht des
Fideicvmmissare ein dominant in bonis zu nennen; so war
doch die Frage gewiß einer Würdigung werth. Daß die
bonorum possessio und in ihrer Folge die bonorum vendi-
tio, fcem possessor wie dem emtor bloö ein dominium in bo-
nis gewährte, können wir aus einer, wenn auch lückenhaften
Stelle bfi Cajus (III. §. 8 ) mit ziemlicher Sicherheit entueh.
men. Es laßt sich deßhalb drittens nicht gut versieben,
warum der Derf. blök an die Analogie der siugirten Erbschaft,
und selbst an diese Mehr negativ als positiv sich halt. Das
Zeugniß Barro's (de Ve rust. II. 10.) hat auf der andern
Seile die Untrüglichkeit Nicht, welche ihm der Verf. (not. 4.)
beizulegen scheint. Es gab ja außer der hier besprochenen bo-
norum venditio noch andere bonorum venditiones, emtores,
seetores (Cicera, pro Rost. Amer. c. 26. u. 29.), wobei ganz

Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

powered by Goobi viewer