Volltext: Kritische Zeitschrift für Rechtswissenschaft (Bd. 4 (1828))

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Strafrecht.

ti'.ng und Uebertrciuug der Schuldigen ist. Und so wie Til. I.
theils Verbrechen gegen das Leben, thcils solche, welche das
Leben gefährden, neben einander gestellt sind, so könnte man,
wenn die Rubrik so gefaßt wird, wie sie hier steht, eine Zu-
sammenstellung mit den wirklichen Eingriffen gegen daS
Vermögen erwarten, die auch hier vorhanden sind, und kn der
That gegen Einzelne gerichtet werden, wobei auf das Ge-
meinwesen aus dem Zinswucher keine größere Gefähr-
dung, als aus dem Diebstahl und Raube erwachst. Ge-
gen solchen Einwand schützt aber wieder die Bemerkung, daß
hier ein wissenschaftliches System nicht gegeben werden sollte.
Mit Tit. XIV. beginnen die Staats- oder wie jj. Zi6. gesagt
ist, öffentlichen Verbrechen. Die Bezeichnung Verbre-
chen der beleidigten Majestät gibt zu dem Mißverständ-
niß Anlaß, als wenn die beleidigte Majestät sich eines
solchen schuldig machte. Tit. XV. Don Regierungs-Ver-
brechen, welche nehmlich, wie die Tit. XVI. schließlich er-
wähnten Verbrechen der öffentlichen Beamten, zwar
öffentliche aber nicht Staats-Verbrechen als solche sind; eine
Bemerkung, welche dadurch veranlaßt wird, daß,es, nach der
Methode so viele Titel neben einander ohne Ueber. und
Unter-Ordnung zu stellen, an einigen nothwendigen einlei,
tenden Capitein fehlt, worin gemeinschaftliche Bestimmungen,
gewissermaßen der allgemeine Theil, für gewisse Klassen
von rechtswidrigen Handlungen aufgestellt würden. Die ein-
zelnen zerstreuten Noten sind nicht geeignet, jenen Mangel zu
ersetzen. ,
So viel zur Uebersicht des besondern Theiles dieses
Lehrbuches. Cs würde nun noch eine nähere Prüfung des In-
haltes, der einzelnen Thesen verlangt werden können; allein
diese würde, bei dem jetzigen Standpunkte der Wissenschaft,
und dem dadurch bedingten Charakter unserer Compendicn, auf

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