Full text: Kritische Zeitschrift für Rechtswissenschaft (Bd. 4 (1828))

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dem Buche hier und da von der Stellung im'Ghstem,
und der Rechtfertigung derselben, freilich nicht stets' mit gehö-
riger Würdigung neuerer Ansichten, die Rede ist, und man
vermißt sonach nicht bei den besonder» Classen das System,,
als bei der Trennung der Classen selbst, die döch auch nicht
blos willkührlich, sondern beherrscht durch einen Gedanken,
und danach durchgesührt, erscheinen sollte. Der Vers, will
nach §. 150 eine solche Uebersicht , welche das. Ausfinden der
einzelnen Verbrechen erleichtere, (die Leichtigkeit ist.aber
überhaupt keine wissenschaftliche Forderung, und es wird durch
ein strenges Systematisiren dieses Auffinden theils nicht er,
schwcrt, rm Gegentheile gerade erleichtert, theils muß, wer
das Schwerere im Criminal-Recht, nchmlich dieses,
selbst erlernt, auch das Auffinden-der Verbrechen, im Buche
hoffentlich bald lernen, zumal wenn er sich des am Ende bei»
gefügten Registers bedient) — das Erläuternde möglichst
vorausgehen lasse, (immer geht dieses nicht, weil die meisten
^Lehren einander gegenseitig erläutern) Wiederholungen ver-
meide, und jedes Verbrechen dahin stelle, wohin eS seinem
Hauptcharakter zufolge gehört. Letzteres gilt aber auch nur für
die Unterordnung der Arten unter den Gattungsbegriff. Denn
da jede Gattung hier isolirt, ohne Zusammenhang mit den
andern betrachtet wird, so laßt sich auch aus dem (Haupt-)
Charakter des Verbrechens nicht bestimmen, daß es gerade in
diesem Titel, und so stehen müsse, wie man es hier findet.
Doch werden, ohne deßßalb drei Hauptab theilungen zu
machen, Verbrechen gegen Einzelne, gegen das Ge.
meinwesen und gegen den Staat unterschieden, diese
sammtlich in XVl Titeln abgchandelt; wobei man sowohl diese
drei Gesichtspunkte, als auch die Ordnung derselben, na-
mentlich daß mit Verbrechen gegen Einzelne begonnen,
und mit den öffentlichen der Beschluß gemacht wird.

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