Full text: Kritische Zeitschrift für Rechtswissenschaft (Bd. 4 (1828))

i68 Jurist«schk Praxis-
portS, wegen Vergütung der Kosten, wegen Mittheilung von
Protocoll-Auszügen auf eine passende Weise anschließen.
Wenn der Rcc. solche Aufgaben, bei welchen es vornämlich
auf das Formelle der Geschäfts-Behandlung ankommt, für unzweck-
mäßig erklärt, so muß der Unterzeichnete gestehen, daß es ihm scheint,
der Rec. kenne das Bedürfniß derjenigen, welche von der Univer-
sität in den praktischen Geschäftsdienst im Justizfache übcrzu»
treten im Begriffe stehen, aus eigener Anschauung des Lebens
in den Gerichten keineswegs; denn sonst würde der Nec. wissen,
wie gerade auch in Beziehung auf die Behandlung von Geschäften
der bemerkten Art es den jungen Männern, welche kaum von
der Universitär in's jurisische Eeschäftsleben übergegangen sind,
gewöhnlich an der nvthigen Gewandtheit, zu ihrem großen
Nachtheile, fehlt. Sollte die Bermuthung des Unterzeichneten
aber unrichtig sepn, so glaubt er doch seine durch fast zehnjäh-
rige AmtSthätigkeit in Gerichten erworbene Erfahrung in dieser
Beziehung der Erfahrung des anonymen Rec. mit Zuversicht
gegenüberstellen zu dürfen.
Noch berührt der Necensent auf eine hämisch klingende,
in der That aber lächerliche, Weise die Noten, welche hin und
wieder den Aufgaben beigefügt sind, indem er äußert, der Ver«
fasser werde doch nicht ernstlich glauben, durch dieselben die
Wissenschaft bereichert zu haben. Solcher Noten sind er im
Ganzen sechs, welche nichts Anderes enthalten, als eine Hin-
weisung auf einzelne Württcmbcrgische Proceßgesetze (nicht bloS
auf das IVte Organisations-Edikt v. 1S18, wie der Nec. an-
gibt). Der Zweck dieser Hinweisung ist ganz klar. Es soll
durch dieselbe theils den Lesern überhaupt der Grund, warum
einzelne Aufgaben gegeben werden, und deren Bedeutung an«
gezeigt werden (wie z. B. hierdurch bei den Aufgaben, welche
ie Fertigung von Protokollen über den Publicatione-Akt eines
Erkenntnisses verlangen, angedeutet wird, daß eS auf Abfassung

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