Full text: Volume (Bd. 4 (1828))

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Strafrecht.

dlgkeit der Sache anzuerkennen, wozu Ref. beigekragen zu ha-
ben hofft. Freilich ist es eine Arbeit und Anstrengung des Gei-
stes, selbst nur diesen Grundgedanken fesizuhaltcn, gegen die
oft einseitige Richtung der bloßen Verstandes-Conseguenz, und
es ist sicherer für den Augenblick, sich für die ausschließende
Wichtigkeit einer Ansicht zu erklären , die nur eine Seite des
Ganzen ist, und nur durch ihre Verbindung mit demselben-, und
den übrigen Seiten ihre Wahrheit erhält. Eine solche verherr-
schcnde Richtung nach einer bestimmten fast nur dogmatischen
Seite ist zwar nicht gerade nothwendig, aber doch erklärlich
bei dem Theilnehmen an dem wichtigen Werke einer neuen
Strafgesetzgebung, und dem Verfasser eines Natur-Rechts,
welches sich nicht als Rechte - Philosophie im andern
Sinne, mit dem geschichtlichen Stoffe und den ihn beleben-
den Geist in ein bestimmtes Verhaltniß zu setzen strebt. So
darf man denn, nach dem im Eingang über die mögliche
Veranlassung dieses Lehrbuchs, Ausgestellten, annehmen, den
Verfaffer unter andern Umstanden, in der Hauptsache wohl
gleichdenkeud zu finden.
Wir verlassen jedoch die allgemeine.Betrachtung, um das
Buch nach seinem eigenen Charakter naher kennen zu lernen.
Die dem allgemeinen Theile vorausgeschickte Ein»
leitung beschäftigt sich mit den Begriffen, Einlheilun-
gen. Umfang, Quellen rc. des peinlichen Rechtes, in der
bekannten Manier der Compendicn. Der erste welcher
mit I beginnt, (ohne daß man eine Rechtfertigung rdieses
Erstens, und des darauf folgenden Zweitens findet, gerade
wie in den nächstfolgenden §§.) g ebt den Begriff, hier in der
That mehr nur eine Definition, des peinlichen Rechtes
an. Warum unter den verschiedenen gangbaren Bezeichnungen
dieser Wissenschaft, gerade dieser, am wenigsten allgemein
paffende Ausdruck, gebraucht ist, läßt sich fragen. Im sub,

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