Full text: Kritische Zeitschrift für Rechtswissenschaft (Bd. 2 (1827))

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Strafrecht.

minalibus minime introduci possit/4 Wenn diese Ueberzeu-
tzung der Gesetzgeber hatte, wie konnte er dann im Art. 104.,
nie der Vers, selbst S. 60. 61. behauptet, das Röm. Recht in
vielen Punkten so ganz zur Hauptnorm für die Gerichte ma-
chen?! —- Auch in kleinern Punkten kommen manche nicht zu
billigende Flüchtigkeiten vor. So heißt esS. 6z. „Schwarzem
Fergium hic illic Reformationem Wormaliensem/ statuta
Friburgensia (a, i5s4.) fwohl ein Druckfehler für 1520.]
inspexisse verisimile est. Nam in multis poenis sta-
tuta illa optime consentiebant [?]. Sic ... statuta Fribur-
gensia in lenocinium relegationis poenam, in perjurium di-
gitorum abscissionis poenam statuunt: easdem poenas con-
stituit Carolina.“ Wie kann aber S chwarz en b erg aus den
Freiburger Statuten von 1520. geschöpft haben, da seine Dam-
bergensi'S im I, 1507. erschien?! Der Derf. möchte vielleicht
sagen, Schwarzenberg habe ja auch im I. 152t. als Mit-
glied des Reichsregiments an der Carolina gearbeitet. Allein
es konnten doch nicht da erst jene Punkte auö einer Inspektion
der Freiburger Statuten geflossen seyn, da sie sich ja ganz so
schon in der Bambergensis finden. — @.64. heißt es: „Quae
alterö loco posuimus interpretationis [Cai'olinae] adjumen-
ta continentur operibus practicorum illius aevi, Tengle-
ri, Durantii [sic], Damhouderi, aliorum, quos nemo pau-
lo humanior non novit/4 Wie kommt, möchte Ref. hier fra-
gen, Durandus, der im dreizehnten Jahrhundert lebte, mit'
ten unter Schriftsteller des sechszehnten Jahrhunderts?
Ref. bedauert, daß der Vers, sich nicht auf eine einzelne von
seinen XIII. Obss. beschrankte und diese genau, vollständig und
erschöpfend nach allen ihren Beziehungen ausführte. Dadurch
hatte er, da leider in Hinsicht auf Geschichte unsres Teutschen
Strafrechts noch so ungemein viel zu thun ist, und hiebei ge-
rade einzelne gründliche Beitrage höchst schatzbar sind, gewiß

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