Full text: Kritische Zeitschrift für Rechtswissenschaft (Bd. 2 (1827))

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Strafrecht.

dersprüche sind nicht ganz vermieden, und die Sprache ist oft
unlateinisch. Ref. will nur ein paar Beispiele für einige der
letztern Ausstellungen hier anführen: Einige altere Criminali-
sten stützten u. A. auf den Art. 2t. der Bambergensis (nach
welchem, wenn namentlich Fürsten Jemanden anklagen, und
nicht gehörige Bürgschaft stellen können, nicht sie selbst sich der
Hast zu unterwerfen haben, sondern andre Personen für sich
stellen können) die Behauptung, Schwarzenberg habe eigent-
lich einen Entwurf eines Gesetzbuchs für das ganze Deutsche
Reich ausarbeiten wollen. Diese, leicht zu widerlegende, und
von Löwenstern (in Plitts Nepertor. B. H. m\ 1.) nur
zu weillaustig widerlegte Ansicht führt der Verf. S. 4g. mit
den Worten an: „ln cohst. Bamb. vel articulus 21. haud
injustam movet suspicionem, Schwarzbergium in ea elabo-
randa omnino adumbrationem constitutionis imperii spec-
tasse;^ und fügt dann bei: ,,Cum vero locus iste princi-
pes tantum imperii eorumque subditos respiciat, minime
vero ad Episcopum Bambergensem referri possit, sequitur
inde, locum laudatum in constitutione Bambergensi pro-
mulganda ommissum [sic] fuisse.“ Was sollen nun diese
letzteren Worte sagen? Sollte man nicht aus der Fassung der
Periode, und aus der in der Note beigefügten Berufung auf
Löwenstern schließen, der Verf. halte doch jene suspicio für
nicht ganz richtig? Allein bei genauerer Betrachtung kann man
dieg doch nicht annehmen. Der Verf. scheint jene suspicio
wirklich für richtig anzunehmen, nur meint er, da jener Art.
die Reichsfürsten betreffe, so müsse er aus Versehen in die
Bambergensis ausgenommen, oder, wie er sich ausdrückt,
bei der Promulgation derselben übersehen worden ftpn. Al-
lein paßt denn hiefür die Berufung auf „Plitts [sic]
Itepertor. p. II. p. 3t.? Hatte er sich nicht vielmehr auf
Boehmer, eiern.I. 1. §. 18. Not. berufen sollen? Oder hat

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