Volltext: Kritische Zeitschrift für Rechtswissenschaft (Bd. 2 (1827))

3o

Deutsches Recht.
(er derselben einander gegenübergestellt. Eichhorn will bekannt-
lich den Schwabenspiegel nicht als ein eignes Rechtsbuch, son-
dern nur als eine Klasse von Handschriften des Repgowschen
Rechtsbucheö betrachtet wissen, die das Eigenthümliche hatten-
daß die hinzugefügte Glosse in den Text selbst ausgenommen
wäre, bei denen daher auch nicht von einem Verfasser, son-
dern nur von so vielen verschiedenen Verfassern- als es eigen-
thümliche Recensionen des Schwabenspiegels gebe, die Rede sein
könne. — Diesen letzten Theil der Eich ho rn'schen Ansicht hebt
Hr. F. zur nachhcrigen Prüfung besonders hervor. — Die ent-
gegengesetzte Meinung findet unter den Handschriften des Schwä-
benspiegels allerdings soviel Ucbereinstimmendes- und doch auch
soviel Verschiedenheit vom Sachsenspiegel- um sie unter einem
besonder» Namen als ein eignes Rechtsbuch zusammenzüfassent
die in den Handschriften und Ausgaben verkommenden Abwei-
chungen erscheinen ihr nur als Einzelheiten- die von den Ab-
schreibern und Herausgebern herrühren. Die Prüfung jener
beiden Ansichten stellt Hr. F. so an, daß er äbwaget, ob unter
den Handschriften und Ausgaben des Schwabenspiegels Ueber»
einstimmung oder Verschiedenheit das Vorherrschende sei. tLS
werden hiezu benützt 5 Ausgaben- 5 abgedruckte einzelne Hand«
schrr- find der vom Vers, beschriebene Zürcher Codex- S. 12—
ao. wird dargelcgt- daß in Hinsicht auf die Mäterienfolße, auf
die Reichhaltigkeit des Inhalts und die Darstellungsweise lieber«
einstimmung vorherrsche; eine Erörterung,- die ihrer Natur nach
keinen Auszug zulaßt- Ref- ist von der Richtigkeit dieses ge-
zognen Resultats allerdings auch überzeugt- Nur hatte er ge-
wünscht, daß Hr. Dr. F. eine vollständige tabellarische Verglei-
chung der verschiedenen Texte sich nicht hatte verdrießen lassen,
— diese gehörte wesentlich zur Vollendung der von ihm unter-
nommenen Arbeit. Ref. liefert hiezu noch einen Beitrag in
der Mittheilung, daß auch die beiden bis jetzt nur durch Sen-

Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

powered by Goobi viewer