Full text: Kritische Zeitschrift für Rechtswissenschaft (Bd. 2 (1827))

Dom Justizmorde, ein Dorum der Kirche. 22Z
len des A. und N. Testaments vorgenommen und mit einan-
der zum wahren Resultat zu vereinigen gesucht hat. ES wäre
hier mancher Zweifel zu beseitigen gewesen. (Vgl. z. B. 2 B.
Mos. XXI. 15—17. XXII. 3. 8. 18.) Hierdurch wäre auch
der unbedingt Bibelgläubige überzeugt worden.
Ein zweiter Punkt ist der, daß der Vers, die Nothwendig-
keit der Abschaffung der Todesstrafe nur als ein „Votum der
Kirche" darstellt. Dieser Ausdruck, so wie der gehäßige Na-
me: „Justizmord" möchte wohl bei manchem Juristen ein
Mißtrauen gegen des Verf's Ansicht erregen. Der Derf. ging
aber vielmehr auf eigentlich juridischem Wege einher, nur mit
christlichem Sinne. UebrigenS hat auch die neueste Zeit rein
juridische Versuche, die Unstatlhaftigkcit der Todesstrafe darzu»
thun, aufzuweisen. Ein solcher findet sich in dcs R ef. Schrift:
„die Wissenschaft des Rechts" u. s. w. Leipzig 182Z. §. i7Z.
S. 298. ff. Die Ansicht des Ref. trifft im Resultat mit des
Verf's Ansicht ganz zusammen. Sodann gehört hieher dieAb-
handlung von Prof. Grvhmann in Hamburg: Giebt es denn
Gründe, welche das Recht des Staates, Todesstrafen zu ver-
hangen, zweifelhaft machen? — (Neues Archiv des Criminal«
rechts Bd. VIII. St. 5. no. 1. 16. S. 470—550.) Für die
Todesstrafe, doch ungenügend, spricht: W. G. Schirlitz, die
Todesstrafe in naturrechtlicher und sittlicher Beziehung. Leipzig
1823.
Wenn nun endlich da8 Formelle unsrer Schrift anlangt,
so bemerkt Ref. nur, daß der Vers, zuweilen eine ältere Aus-
gabe citiit, wo doch eine viel verbesserte neue da ist, z. B. von
Tlttmann's Handbuch und Feuerbach's Lehrbuch (S.80.
u. 83.); daß bei Schreibung der Jahrszahlen Jnconscquenz ob-
waltet (er. s. Note 5. 4.0.214. S. 100. N. 49. S. 105.); daß
stets G rlmann geschrieben ist statt: Grolman (vgl. Note
22. 51. r. s. w.); daß es Note 3,) fälschlich heißt: dci dclit-

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