Full text: Kritische Zeitschrift für Rechtswissenschaft (Bd. 2 (1827))

2.1.7. Frech. über die Frage: ergreift das gesetzliche Pfandrecht der Ehefrau auch die Gemeinschafts-Liegenschaften oder nicht? Freyburg b. Wagner 1825

u8 Franzbsisch-Badisches Privatrccht.
ln dem Sprachgebrauche oder dem Zusammenhang der Stelle
eine Rechtfertigung findet. Daß aber neben der Pflicht zu aus,
drücklicher Verpfandung auch noch ein Pfandrecht vermöge deö
Gesetzes verliehen wird, das hat seine gute Erklärung, sobald
man an den Fall denkt, wo das Hinterlassene etwa ohne eine
ausdrückliche Verpfandung abgereicht wurde, und sobald man
nicht vergißt,, daß auch, ein eidliches Versprechen zur Rückgabe,
das gerade nicht stillschweigend angenommen werden kann, an-
geordnet, und also natürlich mit ihm — da ein Versprechen
einmal ausdrücklich zur Pflicht gemacht werden mußte — auch
die Pflicht zur Zusage einer Hypothek verbunden wurde. Ne-
benbep findet man in den Quellen hie und da des Falls ge-
dacht, daß ein Pfandrecht ausdrücklich von Solchen bedungen
werde, denen schon nach dem Gesetz ein Pfandrecht zusteht;
zum Beweise, .wie nach röm, Begriffen ein ausdrückliches und
gesetzliches Pfandrecht sich wechselseitig gar nicht ausschließen.
M. S. Mayer.

Frech, (CH. G. Fr. geh. bad. Obervogt) über dieFra«
ge: ergreift das gesetzliche Pfandrecht der Ehefrau
auch die Gemeinschafts-Liegenschaften oder nicht? Frey«
bürg b. Wagner 1825. 64 S. 8. (Preis 24 fr.)
Frech machte die auf dem Titel seiner Schrift schon er-
wähnte, und in der Einleitung (§. 1.) naher bezeichnete Frage:
„ob bey einer DermvgenLunzulanglichkeit des Ehemanns, und
bey der deßwegen gegen ihn ausgcbrochenen Gant — der
Ehefrau, welche in Gütergemeinschaft lebt, und welche der-
selbe.» entsagt hat, wegen ihrer Beibringens, und andern Er-
satz-Forderungen auch ein Pfandrecht auf die Gemeinschafts-
Liegenschaften zustehe, oder nicht ?"

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