Volltext: Kritische Zeitschrift für die gesammte Rechtswissenschaft (Bd. 3 (1856))

41. Bornemann, Erörterungen im Gebiete des Preußischen Rechts

42. Meyer, Die Schrift in ihrer Bedeutung auf Preußischen Recht mit Rücksicht auf das Römische und gemeine, das Oestreichische und Französische Recht

Bornemann: Erörterungen tm Gebiete de- Preuß. Recht-. 467
nachdem der Verf. bisher das Düngen des von ihm zu bestellenden
Feldes mit so großem Eifer betrieben, dies Feld in Zukunft erfreuliche
Früchte tragen wird. Freilich aber dürste es gerathen sein, den
Früchten auch die erforderliche Zeit zum Reifen zu geben. Nicht
überall genügen neun Monate. Der Dichter sagt: nonum prematur
in LNNUM, ein Rath, den unser poetischer Verf. hoffentlich nicht in
den Wind schlagen wird. Bekker.

Erörterungen im Gebiete des Preußischen Rechts von Dr. SB.
Bornema n n, zweitem Präsidenten teS Königlichen Ober-TrtbunalS. Erstes
Heft. Berlin. 1855. 231 S. 8.
Die Schrift in ihrer Bedeutung nach Preußischem Recht, mit
Rücksicht auf das Römische und gemeine, das Orstretchtfche und Französische
Recht. Von C. G. L. Meyer, Königlichem Ober-Tribunal »Rath. Berlin
1855. 60 S. 8.
Die Verdienste Bornemann's um die Belebung der Preußi-
schen Rechtswissenschaft sind zu frisch, daß wir nicht jeder neuen
Schöpfung desselben mit regem Interesse entgegensähen.
Die vorliegenden Erörterungen enthalten drei Abhandlungen,
deren Gegenstand gleich schwierig und fruchtbar für die wissenschaft-
liche Behandlung, wie praktisch wichtig erscheint. Von ihnen greifen
die beiden ersten, „Ueber die Anwendung der Gesetze nach
Zeit und Ort", der Natur der Sache nach, vielfach in die all-
gemeine wissenschaftliche Theorie hinüber, dieselbe theils ergänzend,
theils aus ihr die leitenden Gesichtspunkte entnehmend. Die dritte
Erörterung: „Ueber die schriftliche Form der Verträge",
gehört, wie die gleichzeitig erschienene Meyer'sche Abhandlung,
zwar zunächst dem Preußischen Recht an, allein beide bieten doch
mannigfach interessante Vergleichspunkte mit dem gemeinen Recht und
den neueren Gesetzgebungen dar, und gewahren Einsicht in die Bedürf-
nisse deö modernen VerkehrSlebens.
Eine erschöpfende Behandlung der besprochenen Lehren dürfte
nicht im Plane des Verf. gelegen haben; er bezeichnet seine Erörte-
rungen als „daS Ergebniß praktischer Erfahrungen, welche er auS
gedruckten und ungedruckten Entscheidungen des Ober-Tribunals ge-
schöpft." Darum wäre es ebenso ungerecht, den Mangel vollständi-
gerer Litteraturangaben, sei es auch nur bei den zahlreichen Contro-
versen, und die Nichtberücksichtigung mancher erheblichen Urtheile des

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