Full text: Kritische Zeitschrift für die gesammte Rechtswissenschaft (Bd. 3 (1856))

31. Huschke, Gajus

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Huschle: GasuS.

auf das Unterrichtswesen in den Vereinigten Staaten, und die gewaltigen
Opfer, welche der Staat diesem Fundament der Zukunft widmet.)
Wir wären somit am Ziele unserer Kritik, besser gesagt, unseres
LerncursuS. Den Vorwurf, den wir dem Verfasser wiederholt ge-
macht, daß er, der eine Geschichte schreiben konnte, nur Monogra-
phien geliefert, wagen wir nicht zu wiederholen. Das Gefühl der
eigenen Ohnmacht verbietet cS. Wir hätten nicht liefern können,
was er geboten hat, weshalb ihn tadeln, daß er nicht noch Größeres
geleistet? — Schließlich noch ein Wort über die Schreibart. Mehr
als ein Mal tadelt Mohl den dunklen von philosophischen Formeln
wimmelnden Stil, die Sprache, die aus dem Staub der Schule ge-
bildet ist, und sich darauf etwas zu Gute thut, für den gemeinen
Sterblichen unverständlich zu sein. Mohl's Sprache ist klar und
präcis, wie seine Ideen. Ein klarer Gedanke findet stets seinen kla-
ren Ausdruck, weshalb wir, offengestanden, glauben, daß jene tiefen
Denker, die sich nicht Andern verständlich machen können, sich in
der That auch selbst nicht verstehen. H. Laurent.

Ph. E. Huschte, Gajus. Beiträge zur Kritik und zur Vcrständniß seiner
Institutionen. Mit einer Zugabe über die Klagformeln der Ler Rubria.
8. IV und 244 S. Leipzig 1855.
Das Ende des letztverflossenen Jahres (1855) ist für das Stu-
dium des Gajus besonders fruchtbringend gewesen. Gleichzeitig mit
vorliegender Schrift Huschke's erschien die neue (4.) Edition dcö
Quellentextes von Böcking, bei deren Bearbeitung ihm schon die
Untersuchungen des befreundeten Gelehrten zu Gebote standen, welche
dem größer» Publtkilm erst später zugänglich geworden sind. Die Ver-
dienste der beiden hochverehrten Männer um unsere Wissenschaft und
um daS Verständnis; des Gajus insbesondere, sind der Art, daß es
anmaßend sein würde, wenn Ref. sie hier beleuchten wollte; er
kann nur als dankbarer Schüler seine Freude über die aufs Nene
empfangene Belehrung und Anregung aussprechcn — überzeugt, daß
die gleiche Empfindung von jedem treuen Anhänger unserer Wissen-
schaft getheilt wird, mag er zu den Meistern oder Jüngern gehören.
Huschke bietet unS eine Schrift, die wir als Fortsetzung seiner
„Studien" betrachten dürfen. Nachdem die darin niedergelegten Re-
sultate nach gerade Gemeingut der gelehrten Welt geworden sind,

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