Full text: Kritische Zeitschrift für die gesammte Rechtswissenschaft (Bd. 5 (1859))

14. Samwer, Nouveau Recueil Général des Traités

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Nouveau Recueil G6n£ral de Trait^s.

dungsgründe. In einem vorangestellten allgemeinen Theil sind ent-
halten theils eine Einleitung über die Beziehung der vorliegenden
Aufgabe zu den Normen der Rechtsprozesse, nebst einer übersichtlichen
Darstellung der in Würtemberg geltenden Grundsätze, theils eine kleine
Sammlung allgemeiner Thesen über Bearbeitung von Rechtsfällen.
Die gedrängte Darstellung der würtembergischen Prozesse (S. 26 ff.)
ist sehr lehrreich. Die Auswahl der eilf Rechtsfällen muß ebenfalls
als eine sehr gelungene bezeichnet werden. Einzelne davon sind ziem-
lich verwickelt, umfangreich; sowohl für die Beherrschung und An-
ordnung des facttschen Materials als für die Anwendung der Rechts-
grundsätze ist die gehörige Auswahl geboten. Wer dieselben tüchtig
durchgearbeitet hat, darf wohlausgerüstrt die praktische Laufbahn be-
treten. Wir empfehlen daher das Buch vorzüglich denjenigen Rechts-
Candidaten, welche während ihrer Universitätszeit keine sog. collegia
practica besuchten. Aber auch dem akademischen Dozenten wird es
eine willkommene Gabe sein. Orelli.

Nouvean Recueil General de Traites, conventions et autres '
transactions remarquables servant ä la connaissance des relations
6trangeres des puissances et Etats dans leur rapports mutuels. R6-
dig6 sur copies, collecteurs et publications authentiques. Conti-
nuation du grand recueil de G. Fr. de Martens. Par Charles Sam-
wer. Tome XIV, 1843-52. Auch mit dem Titel: Recueil General
de Trait^s et autres actes r^latifs aux rapports de droit international.
Continuntion du grand recueil de G. Fr. de Martens. Par Charles
Ranover. Tome Premier. Gottingue, lihrairie de Dieterich, 1856.
Wie wenig die letzten Fortsetzer des Martens'schen Werkes im
Geist des Gründers thätig gewesen sind, mit welcher Urtheilslosigkeit
die Auswahl der Dokumente vorgenommen, mit welcher Nachlässig-
keit ihr Abdruck besorgt wurde, wie die Rückstände sich immer mehr-
ten und die einst mit Recht so gefeierte Sammlung nabe daran war,
ihr altes Ansehen ganz einzubüßen, ist in dieser Zeitschrift bei ver-
schiedenen Gelegenheiten von kundiger Hand auseinander gesetzt wor-
den. Um so erfreulicher ist bte Wahrnehmung, daß die Verlags-
handlung den Klagen Gehör gegeben und in ihrem und dem Inte-
resse des Publikums eine neue Redaktion gewonnen hat, die sich nach
der diesen Band eröffnenden Vorrede und dem vorliegenden Inhalt
zu schließen, der eigentlichen Aufgabe eines Werkes wie das Mar-
tens'sche Recueil bewußt ist. Zwar haben wir schon wieder eine

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