Full text: Kritische Zeitschrift für die gesammte Rechtswissenschaft (Bd. 5 (1859))

Recueil de l’Acaddmie de Lepislation de Toulouse. 5
des 1. Bands des Recueil aufmerksam gemacht; spater durch die
Rundschau von Bluntschli und seiner Freunde.
Waren nun auch die Arbeiten der Mitglieder derselben im ersten
Band des Recueil nicht von größerer Bedeutung, so finden fich da-
gegen in den folgenden mehrere >lemoires, welche in der Geschichte
der Rechtswissenschaft unsrer Zeit nicht mit Stillschweigen übergangen
werden dürfen. Dieselben sollen nachher aufgeführt und besprochen
werden. Vorerst ist weiteres von der äußern Thätigkeit der Gesell-
schaft zu berichten. Die folgenden Preisaufgaben waren für 1854:
Elope de Furpole, für 1855: de l’inHuence du droit canonique
sur la l’dpislation franoaise; für 1856: l’Eloge de Portalia; die
Antworten auf die erste und auf die dritte Frage wurden abermals
nur mit einer Medaille von 200 Frcs. belobnt; dem Verfasser der
zweiten Herr D'Espinav aber der volle Preis erthetlt; die fünfte,
obwohl von zwei Konkurrenten beantwortet, aufs Neue ausgeschrieben.
In der Sitzung vom 2. Mat wurde auf den Vorschlag des
Secretairö beschlossen, daß der jährliche Schlußakt der Akademie den
Namen der EujaciuSfeier (fete de Cujas) erbalten sollte; daß ein
zweiter Preiskonkurs für schon gekrönte ausgeschrieben und zur Er-
böbung der erstmaligen EujaciuSfeier die Mitglieder und- die Cor-
respondenten gebeten werden sollten, gelehrte Beiträge zu liefern, die
als Travaux des raembres de l’aradtfmie pour la säte de Cujas
im Recueil gedruckt werden sollten (wie solches auch geschah). Zu
diesen zwei Preisen kamen nun noch drei andere, einer, den die Stadt
Toulouse, einer, welchen das Departement de la baut Garonne und
ein dritter, den auf Laferridres Vorschlag der Minister Fortoul
einsetzte; der letzte sollte dem Verfasser der von sämmtlichen Jnristen-
facultäten gekrönten Prcissckriftcn des Jahres von der Akademie als
dem ausgezeichnetst erklärten ertbeilt werden. Recueil IV. 204.
DaS erstmalige Eujaciusfcst den 29. Juli war sehr glänzend
(p. 230); sechs Vorträge wurden gehalten und unter denselben eine
hinreißende (auch besonders gedruckte) Rede von Laferridre. Hatte
nun durch diese Feier der so bochbegeisterte Benech seinen schönsten
Triumph gefeiert, so ereilte ihn noch im Verlaufe deS Jahrs 1855
ein tragisches Schicksal; er machte (wie es scheint auf eine falsche
Nachricht), daß er, nicht wie er erwartet batte, sondern ein Anderer
zu einer von ihm gewünschten Stelle befördert worden sei, seinem
Leben ein Ende. Der Präsident Caze eröffnete die den 5. Dezem-

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