Full text: Volume (Bd. 5 (1859))

Recueil de l’Acadcmie de l.tgislation de Toulouse.

9

Rechtswissenschaft sind. Gerne würde cr auch von allen diesen Ar-
beiten Jnhaltsnnzcigen folgen lassen. Allein bei einigen ist dieß des-
halb nicht thunlich, weil man den größten Theil derselben deutsch
wiedergebcn müßte; wie z. B. der lateinischen Abhandlungen seines
gelehrten Freundes Holt ins. Andere geschichtliche, wie die über
die Arrctisten des Parlaments von Toulouse, die über la Roche Fla-
vian lassen sich im Auszüge mit Interesse nicht geben; die observa-
tione sur les lacunes du code pönal verdienen in einer dem Straf-
recht gewidmeten Zeitschrift deutsch mitgethcilt zu werden. Referent
glaubt deshalb nur von folgenden freilich die große Mehrzahl bilden-
den Abhandlungen des Keeueil etwas Raberes sagen zu sollen.
In der Abhandlung über eeltische und germanische Elemente
im Code Napoleon 11. 5 57 fühlt Benech aus, daß er nichts
gallisches oder eeltisches in diesem Gesetzbuch zu finden wisse, als
etwa die Reste der Martine des altfranzösischen Rechts paterna pa-
ternis, materna maternis. Germanisch sei ibm, sedoch durch ratio-
nelle Rechtsansichlen regnlirt, die aus dem Mundium stammende ebe-
herrliche und die väterliche Gewalt, die Aufhebung des Unterschieds
der Unmündigkeit und Mündigkeit der Minderjährigen, ein kleiner
Rest im Rechte der Vormundschaft; ferner der Grundsatz des fran-
zösischen Rechts: institutio» d’beritier n’a pas Heu; nicht aber das
nach seiner Ansicht erst durch die Bearbeiter des Gewohnheitsrechts
gegen den Feudalismus eingeführte Prinzip: le mort saisit le vif;
dagegen der Ursprung der ehelichen Gütergemeinschaft, endlich die
Regel: en fait de meubies la possession vaut titre. Er bekämpft
daher Zöpfl und König smarter, wenn sie in andern als in
den angegebenen Fällen die mit dem germanischen Recht übereinstim-
menden, auf rationellen Gründen beruhende Bestimmungen des Code
civil aus jenem entnommen wissen wollen. —
Die Abhandlung über die Rechtsverhältnisse der außerehelichen
Kinder von Del Pech (II. 73— ) ist gemischten Charakters, d. h.
zugleich rechtsphtlosophtsch und geschichtlich. Die Zurücksetzung der-
selben gegenüber den ehelich gebvrnen wird aus moralischen und po-
litischen Gründen mit Erfolg vertbeidigt. Der Verfasser geht dann
über zu einer rechtsphilosopbisch kritischen Beleuchtung sowohl des
ältern als des neuern französischen Rechts, das er zuweilen der
Ungerechtigkeit beschuldigt, z. B. darin, daß eS die Paternitätsklage
durchaus untersagt; zuweilen der Inkonsequenz anklagt; er vertheidigt

Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer