Full text: Jahrbücher für die Dogmatik des heutigen römischen und deutschen Privatrechts (Bd. 26 = N.F Bd. 14 (1888))

8. Zur Besitzlehre

VI.

Zur Besitzlehre.
Von I>r. V. Bähr
In dieser Abhandlung soll nicht eine umfassende Besitz-
lehre gegeben werden; vielmehr will der Verfasser nur eine
Summe praktischer Anschauungen zur Geltung bringen, die
ihm im Laufe seiner richterlichen Thätigkeit erwachsen sind.
Eine Skizze dieser Anschauungen habe ich bereits in den von
mir herausgegebenen „Urtheilen des Reichsgerichts mit Be-
sprechungen" veröffentlicht, wo die Aufsätze VIII und IX
diesem Gegenstand gewidmet sind. Vielleicht aber gelingt es
mir, noch in höherem Maße die Aufmerksamkeit aus die von
mir besprochenen Punkte zu lenken, wenn ich denselben, wie
hier versucht wird, eine größere Ausführung gebe. Es soll
ein Stück Besitzlehre sein, das nicht aus dem Corpus juris
abgeschrieben, sondern aus dem heutigen Rechtsleben heraus
geschrieben ist. Eine wesentliche Unterstützung hat meine Arbeit
in der glänzenden Abhandlung Jhering's, „Beiträge zur
Lehre vom Besitz", gefunden *). Namentlich konnte ich aus
seine theoretischen Ausführungen mehrfach zur Ergänzung
meiner Schrift Bezug nehmen. Immerhin aber glaubte ich,
auch meinerseits noch einiges zu einer natürlicheren Auffassung
1) Diese Abhandlung (Jahrbücher f. Dogmatik rc. Band 9 S. 1 flg.)
werde ich fortan ohne weitere Titelangabe citiren. Auch die neueste Ab-
handlung Jhering's, „Rechtsschutz gegen injuriöse Verletzungen" (in d.
Jahrb. Bd. 83 S. 155 flg.), enthält werthvolle Ausblicke auf die Besitzlehre.

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