Full text: Jahrbücher für die Dogmatik des heutigen römischen und deutschen Privatrechts (Bd. 26 = N.F Bd. 14 (1888))

7. Ueber Nichtigkeit obligatorischer Verträge wegen Mangels an Willensübereinstimmung der Contrahenten : Nachtrag zu Bd. XXV S. 469 d. Z.

V.

Ueber Nichtigkeit obligatorischer Verträge
wegen Mangels an Willensübereinstimmnng der
Conttahenten.
Von
Dr. «ifeie in Freiburg.

Nachtrag
zu Bd. xxv S. 469 dieser Zeitschrift.*)
BomStandpunkte Windscheid's aus. welcher in seiner
Abhandlung „Wille und Willenserklärung" S. 7 f. (Archiv
S. 66 f.) die Nothwendigkeit einer Willenserklärung daraus
herleitet, daß der innerlich bleibende Wille ein unfertiger
sei, würde die concludente Handlung dem Worte in der Function
gleichzustellen sein, den Willen zu einem fertigen und darum
für das Recht zu beachtenden zu machen. Wenn man aber
sich vergegenwärtigt, daß unter Umständen auch eine Unter-
lassung ein concludentes Factum und eine Willenserklärung
sein kann, wo der Handelnde doch gewiß Nichts „an die
Außenwelt hingiebt", so wird klar, daß es der Rechtsordnung
nur auf die Erkennbarkeit des Willens ankommt und eine
Action nach außen nur verlangt wird, insofem sonst der Wille
nicht erkannt werden könnte.

*) Durch ein Versehen ist der Abdruck diese- Nachtrag- am Schluffe
des XXV. Bande- der „Jahrbücher für die Dogmatik de- heutigen römischen
und deutschen Privatrechts" unterblieben. Derselbe wird daher nachträglich
hier noch ausgenommen.

XXVI. N. F. XIV.

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