Full text: Jahrbücher für die Dogmatik des heutigen römischen und deutschen Privatrechts (Bd. 26 = N.F Bd. 14 (1888))

5. Schriftliche oder freie Vertragsform?

III.

Schriftliche oder freie Vertragsform?
Bon
Hk. HeH, Landgericht-rath in Meiningen.

Im 6. Heft des 24. Bandes dieser Blätter S. 391—440
hat Herr Amtsrichter vr. Frankel in Weißensee i. Th. unter
obiger Überschrift einen Auffatz veröffentlicht, in welchem er
zu dem Ergebniß gelangt, daß die Abhängigkeit der Klagbar-
keit eines Dettrags von der schriftlichen Form als Regel — mit
Ausnahme bestimmter Gattungen von Verträgen und unter
Feststellungen anderer Normen als der des Preußischen Land-
rechts, die als verfehlt bezeichnet werden, — der freien Ver-
tragsform des gemeinen Rechts vorzuziehen und ihre gesetzliche
Einführung bei der Neugestaltung des deutschen Privatrechts
zu empfehlen sei. Einsender kann sich dieser Ansicht nicht an-
schließen; er will die aufgeworfene Frage, deren Entscheidung
mehr aus rechtspolitischem Gebiete liegt, vom practischen
Standpunkt auf Grund einer in mehr als 30jähriger Praxis
als Einzel- und Collegialrichter, auch im Gebiete des bei dem
gemeinschaftlichen Landgericht Meiningen zur Anwendung
kommenden Preußischen Landrechts, gewonnenen Erfahrung,
im Anschluß an die Ausführungen des Herrn Verfassers des
obigen Aufsatzes, jedoch unter Weglassung rechtshistorischer

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