Full text: Archiv für Theorie und Praxis des allgemeinen deutschen Handelsrechts (Bd. 2 (1864))

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Zu Art. 27 des H.-G.B.

gebe, was ihm die positiven Vorschriften des römischen Rechts und
die ältere deutsche Praxis bei Abschätzung des Schadens in Civil-
sachen überhaupt gegeben hätten; denn nichts könne präciser sein, als
die Vorschriften der 1. 4 I). äs Ln lit. jur. (XII, 3) und der 1. 5.
§ 2 eod. An schütz gelangt daher zu dem Resultate, daß der Schwer-
punkt in dem erleichterten raschern Verfahren in Handelssachen, nicht
in der kaufmännischen Besetzung der Gerichte liege und schließt mit
der Bemerkung: „Es ist Sache der Parteien, dem Richter die
erforderlichen Unterlagen für die S chätzung zu gewähren;
aber die freie Abschätzung ist eine allgemeine richterliche Pflicht und
der rechtsgelehrte Richter erfüllt diese Pflicht so gut und so voll, wie
der kaufmännische. Zwischen beiden liegt kein Gegensatz." Die
unterstrichenen Worte bestätigen eben das, was ich in diesem Archive
Band I, S. 201 behauptet habe: daß der, welcher Schadenersatz
beansprucht, zum Beweise der Existenz und Größe desselben thätig
werden müsse.

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