Full text: Archiv für Theorie und Praxis des allgemeinen deutschen Handelsrechts (Bd. 13 (1868))

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Literarische Umschau.

„Der Reichstag wolle beschließen:
Den Bundeskanzler aufzufordern, zu veranlassen,
daß bei dem gegenwärtigen friedlichen Einvernehmen mit den
auswärtigen Mächten Verhandlungen eingeleitet werden, welche
zum Zweck haben, durch Uebereinkunft von Staat zu Staat die
Freiheit des Privateigenthums zur See in Kriegszeiten zu einem
vertragsmäßig anerkannten Grundsatz des Völkerrechts zu er-
heben."
Die Annahme des Antrags fand im Reichstage fast einstimmig
statt, nachdem derselbe durch die Referenten Lesse und vr. Schleiden,
sowie durch den Antragsteller Aegidi und Meier (Äremen) empfohlen
worden war.
Die Tendenz des Antrags hat mit dem Handelsrechte unmittelbar
nichts gemein, sie ist aber eine die Handelswohlfahrt so eminent befördernde
und eine so nationale, daß die Redaction die Ausnahme sich erlauben
mußte, die Leser des Archivs auf jene Verhandlung aufmerksam zu machen.
Wie man vernimmt, sind französische und englische Uebersetzungen dieser
Verhandlungen bereits gefertigt und im Druck, um die Brochüre unter
den Mitgliedern des gesetzgebenden Körpers in Frankreich und des engl.
Parlamentes zu verbreiten und auf diese Weise die interessante Frage
für sich selber Propaganda machen zu lassen und so ihre Lösung am
sichersten herbeizuführen. K.
43. Die Wuchergesetzgebung und das Civil- und Strafrecht. Eine
Abhandlung zur Reform der Legislation überhaupt und der
österreichischen insbesondere. Von Dr. Heinrich Jaques.
Wien, Druck und Verlag von Earl Gerold's Sohn. 1867.
146 Seiten.
Abschnitt I. Zur Einleitung. II. Wirthschaftliche Grundlagen der
Wucherlehre. III. Die Wucherstrafgesetze. IV. Heutiger Stand der Ge-
setzgebung. Erfahrungen rücksichtlich der Aufhebung der Wuchergesetze.
V. Die österreichische (als Gesetz bezeichnete) Verordnung v. 14. Decbr.
1866. Kritik derselben. VI. Der Einfluß des Grundsatzes der Zins-
freiheit auf das Civilrecht. Aufhebung der civilrechtlichen Consequenzen
des Wucherprincips. VII. Positiv-Einzelbestimmungen, welche der Grund-
satz der Zinsfreiheit erheischt. Anhang: I. Die Wucherstrafgesetze. Die
österreichische Wuchergesetzgebung; Bayern, Oldenburg, Sachsen-Alten-
burg, Württemberg, Braunschweig, Hannover, Hessen-Darmstadt, Baden,
Nassau, Thüringen, Preußen, Königreich Sachsen, Frankreich. II. Die
neueren Civilgesetze über Zinstaxen und Wucher. England, Spanien,
Portugal, Italien, Niederlande, Belgien, Schweiz, Dännemark, Schwe-
den, Deutschland und zwar: Preußen, Königreich Sachsen, Württemberg,

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