Full text: Archiv für Theorie und Praxis des allgemeinen deutschen Handelsrechts (Bd. 4 (1864))

17. Zu Art. 114. 431. 349. 345. u. 347 des allg. d. H.-G.-B. Erk. des Stadtgerichts der freien Stad Frankfurt

XIII.
Zu Art. 114.431.349. 345 u. 347 des Mg. d. H.-G.-B.
Erkennt«, des Stadtgerichts der freien Stadt Frankfurt,
mitgetheilt vom Stadtgerichtsrath Dr. Wolfs daselbst.

Handelsmann P. I. in Frankfurt a. M., Agent des Kaufmanns
Friedr. Andr. H. zu Gotha, verkaufte verschiedene Quantitäten Wei-
zen an den Handelsmann Felix L. in Frankfurt. Auf die von H.
gegen L. vor dem Stadtamt in Frankfurt auf Zahlung eines Rest-
betrags von 158 Fl. aus diesen Weizenverkäusen erhobenen Klage
wandte Letzterer ein, 1) daß Kläger nicht zur Sache legitimirt sei, in-
dem P. I. im eigenen Namen verkauft habe; 2) daß Kläger, was dem
Beklagten nicht zur Last fallen könne und daher im entsprechenden
Anträge in Wegfall zu kommen habe, die franco Bockenheim zu
geschehende Lieferung durch seine Unkenntniß, wie Frachtbriefe für
Zwischenstationen zu adressiren seien, vertheuert habe. Es hätte
nämlich, obgleich die Station Bockenheim Gotha näher gelegen sei als
Frankfurt, die Fracht um 33 Fl. 45 Kr. sich höher belaufen, als dieß
bis nach Frankfurt der Fall gewesen, weil Kläger unterlassen, nach
Maßgabe des Art. 431 des H.-G.-B. auf dem Frachtbriefe zu be-
merken : „Abzugeben Station Bockenheim." Ferner wendet Beklag-
ter 3) ein, daß die Lieferungen nicht das in den Rechnungen auf-
geführte Gewicht gehabt; 4) sei die Qualität der Waare schlecht und
mangelhaft gewesen, was früher nicht hätte entdeckt werden können,
aber gleich nach der Entdeckung an P. I. angezeigt worden.
Das Stadtamt legte dem Kläger den Beweis auf
a) daß die betreffenden Geschäfte auf seinen, des Klägers Na-
men und auf seine Rechnung abgeschlossen worden, oder daß Beklagter

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