Full text: Archiv für die Rechtsgelahrtheit in dem Großherzogthum Mecklenburg (Bd. 4 (1818))

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und Maximianus *) ein von einem Kranken
geschloßner Vergleich unbevtngt für gültig erklärt
wird, aus dem Grunde: weil die Krankheit
allein, in so fern nicht der Gchk dadurch ange-
griffen seh, auf die Verbindlichkeit desselben kei-
nen ^instüß habeü kökme. Älean höre nur die
Worte der Kaiser selbst:
Sanum mente, licet aegrum corpore, recte
transigere, manifestum est; hec postulare
debueras.improbo> desiderio, placita rescindi
valetudinis corporis adversae velamento.
Zwar ist hier nur ausdrücklich von einem
Vergleiche die Rede; daß aber diese Bestimmung
auch auf alle übrigen Verträge passe ; wird wohl
nicht leicht in Abrede gestellt werden können,
wenn man bedenkt, daß Vergleiche zu denjenigen
Verträgen gehören, wodurch man von seinen
Rechten am meisten aufgiebt, ohne ein gehöriges
Aequivalent, wie z B. beim Verkauf, dafür
wieder zu erhalten.
Außerdem lassen sich noch mehrere gesetzliche
Beispiele**) anführen, welche hinlänglich zu er-
kennen geben, daß bloße Krankheit des Körpers
' keines-

*) En c. 27. C. de transact. (II, 4*)
**) Fr. 2. D. qui test, fac. poss. (xxvxu, 1.) c. 3. C*
eod. (Vj, LL.)

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