Full text: Archiv für die Rechtsgelahrtheit in dem Großherzogthum Mecklenburg (Bd. 1 (1803))

( ZI2 )

an sich, aller Hindernisse ohngeachket— selbst einem
ipinori et qui jura minorum habet.
Um alles in der Welt mögten wir auch dieses
Princip gesetzlich nicht etablirt sehen. Es würde auf
die Kunst, Processe zu verschleppen, die allerwich-
kigsten Einsiüsse haben.
4) Der Grundsah, daß, wenn derjenige, dem
Beweis zuerkannk worden, denselben nicht antritk,
sein Gegner absolviret werde, wenn er auch keinen
Gegenbeweis führet, hat feine unbsstrittencRichtigkeit,
Wenn daher
5) in solchem seltenen Falle der Beklagte einen
Gegenbeweis ankritt, den er nun ob defertam pro,,
bationem zu vvllführen nicht nöthig hat, so ist die-
ses ein kleines Inconveniens für den Beklagten,
welches frcylich aus dieser gesetzlichen Disposition ent-
springet, waS aber bey weitem nicht den grossen
Inconvenienzien die Wage halt, so daö 5u§ers
reorum der Gerechtigkeit im Wege legen kann, wenn
der Gegenbeweis erst nach angekretenem Beweise
sein Fatale anfangt, wovon unten das speciellere.
Weiche menschliche Disposition kann so vollkommen
seyn, daß sie nicht einige Inconvenienzien hätte? —
diejenige ist die yolienkommenste, welche deren am
wenigsten har, und wo die Incommoda vom Com-
modo am meisten überwogen werden»

6)

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