Full text: Archiv für die Rechtsgelahrtheit in dem Großherzogthum Mecklenburg (Bd. 1 (1803))

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Bodenschatz, welchen Seiler zu Er«
langen 1791. herausgegeben, pag. 30. in
der Anmerkung:
„Da die Juden, die Gesetz-Rolle nicht gerne
„ aus der Synagoge geben; so ist ihnen die-
„seS (im Brandenburgischen Fürstenthum
„Culmbach) durch ein Rescript vom Lösten
„Julii 1772. erlassen, hingegen demDeferen-
,,ten frey gestellt worden, in jedem Fall, den
„Eid in der Synagoge oblegen zu lassen.
Hart würde es freylich seyn, Juden zu dergleichen
zu zwingen, wenn es wirklich und mit Grunde ihren
ReligionS - Sätzen zuwider laufen könnte.
Anpassend ist hier dasjenige, was im vorallegirten
9em l er sch en Repertorio pag. 264—265
stehet:
„— wo die Juden eine Gesetz-Rolle aus ihrer
„Synagoge hergeben müssen, erlauben sie es
„nicht, daß eine Frauensperson sie anrühre.
„Als daher der Consistorial-Rath Jacobi
„der Beeidigung einer Jüdin beywohnete, wo
„das Gericht keine eigene Gesetz.Rolle hakte,
„ gab er den Rakh, das Gebetbuch der Jüdin,
„worin auch die iq Gebote stehen, holen zu
„lassen —- indem er mit Recht für unerlaubt
„hielte,

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