Full text: Archiv für die Rechtsgelahrtheit in dem Großherzogthum Mecklenburg (Bd. 1 (1803))

( *38 )
Aber dies Glück sollte nicht lange dauern! Es
kommt unvermuthet der Feldwebel seiner Compagnie
nach S * *, fordert Schulzen den Urlaubspas und
das Handgeld ab, und kündigt ihm seine Dienstent-
lassung an. Noch denselben Tag muß er nun auch
S * * raumen, und in M * *, wo ebenfalls der
Bürgermeister * * die Justiz handhabt, trifft ihn
bald darauf das nämliche Schicksal. *)
Der Verrath eines Kameraden, und die Ent-
deckung seines Brandmarks, von Schulz als wahr-
scheinlicher Grund seiner Dienstentlaffung und Ver-
treibung angesehen, ist, nach dem Bericht des Bür-
germeisters ** *, die wirkliche Ursache dieser Ereig-
nisse gewesen. So lebte seine Strafe fort! Ihre
entsetzlichen Wirkungen verschlossen ihm den Kreis
ehr-

*) Es scheint, als wenn der Herr Einsender in.diesen
und einer der folgenden Stellen dem Bürgermeister
55**** in S. und M. einen Vorwurf machen will,
dies kann jedoch seine Absicht wohl nicht gewesen scyn.
Die Aufmerksamkeit der Polizeybchörde verdient, je
seltener sie in Mecklenburg ist, und je mehr die Sorge
für öffentliche Sicherheit und gute Polizey in kleinern
und mit unter auch grossen Städten unsersVaterlan«
des vernachlässigt wird, alles Lob.

d. H.

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