Full text: Abhandlungen civilistischen und criminalistischen Inhalts (Bd. 4 (1842))

191

Einleitung in das Vermögensrecht des Code.
sich bestehende Stellung. Traditio und transscriptio paßt
wohl nicht zusammen, weil hier eine nalürkichc Bekräftig
gung noch mit einer bürgerlichen vermischt werden würde:
allein die Franzosen waren durch die von den Notaren an-
genommene fingirle Traditio in ihren NotarialSinstrumenten
verführt, und ließen die traditio fallen, zumal eS bei ihnen
leicht möglich war, daß sie nur eine künstliche VertragSzu-
that war- Und eben dadurch wurde das ganze römische Sy-
stem erschüttert. ES ist nun die große Frage; soll eS bei
dem bestehenden Gesetze bleiben, welches die Lehre gerade so
stellt, wie wir sie gegeben haben, oder soll man eine Zurück-
führung ans das römische Recht und darnach die unbrauch.
bare römische Eintheilung in j»s in rem und in personam
annehmcn, wovon die Meisten erfüllt sind. Oder endlich soll
man an die Stelle der traditio eine neue Formvorschrist
der Eintragung tn ein Grundbuch machen, wie in Bade»
geschehen ist, wobei aber der ganze Code, namentlich Ver-
jährung und andere Lehren durchaus nicht so stehen bleiben
dürfen, wie sie stehen. Uns hak geschienen das anzunehmen,
was der Geist und Sinn des Code selbst sagt, und wobei
die Gesetzgeber größrenrheilS eine dem Tacte nach «nwicder.
sprechltche Eonsequenz bewiesen haben. —

Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer