Full text: Abhandlungen civilistischen und criminalistischen Inhalts (Bd. 2 (1837))

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Dom prätorischen successorium edictum

schaft deferirt/ und er ohne Transmission verstorben/ oder
repudiirt er/ so kömmt es lediglich darauf an/ ob neben ihm
Andere stehen/ die mit ihm succedirt hätten/ oder nicht/
denn jenen gebührt das Accrescenzrecht/ und folglich fallen
diejenigen aus/ die ohne die jenen geschehene Delation für
ihn gleichsam succedirt hätten. Wie z. B. in folgendem
Falle

Wenn C repudiirt/ bekommen D E nichtS/ weil feine Por-
tion dem A und B accescirt.
Im Ganzen also bleibt von dem successorio edicto nur
dasjenige/ was in daö neue Jntestatfustem paßt/ dieses aber
ganz aus seinem ursprünglichen Standpunkte und Zwecke.
So lange die Verwandten mehrfache Stellungen hatten/
B. in dem ordo unde legitimi und in jenem unde
cognati, wurde das successorium edictum manchmal be-
nutzt/ UM eine Differenz auszugleichen/ z. B. im folgenden
Falle der 1. 2. §. 18. D. 38, 17.
Si sit consanquinea soror defuncti, sit et mater, sit
et pater adoptatus vel emancipatus 3): si consanquinea
velit habere hereditatem, matrem ex Senatus Consulto
una cum ea venire, patrem excludi placet 4)$ si con-
sanquinea repudiet, matrem ex Seto. propter patrem
non venire et quamvis alias non soleat mater exspectare
consanquineam, velit, necne adire hereditatem, nunc
tamen exspectaturam: consanquinea enim est, quae

3) Nach den St. Tertullianum schließt nur der wahre Vater/
nicht der adoptivus und der bloße manumissor die Mut-
ter aus.
4) Mein Erbrecht S. 133.

+© G ©C

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