Full text: Abhandlungen civilistischen und criminalistischen Inhalts (Bd. 2 (1837))

10.5. Kurzer Vorschlag hinsichtlich des so beschrittenen Punktes, was eine Administrativ- und was eine Justizsache sey

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Curanden und namentlich auf sein veto Rücksicht zu neh-
men habe.
Rur können und dürfen wir nicht zugeben, daß die Ana-
logie der cura furiosi vel prodigi eintrete/ und bedauern,
daß wir die Stimme eines so tüchtigen Behandlers von der-
gleichen in den Quellen nicht genau entschiedenen Punkte»/
wie der verstorbene Glück war/ nicht in dieser Angelegenheit
gehört haben. __

V.
Kurzer Vorschlag hinsichtlich des so besirittenen Punktes,
was eine Adminisirativ- und was eine Jusiizsache sey.

Der Streit über diesen Punkt kann auf dem bis hieher
betretenen Wege nicht zum Ziele geführt werden, denn
a) materiell will man die Sache durch Begriffe ab-
grcnzen, waö unmöglich ist, weil überall positive Grund-
lagen vorhanden sind, denen nicht der Begriff vorausge-
gangen ist;
b) formell will man die Zweifel dadurch lösen, daß die
oberste Staatöadminiftrationsbehörde die Competenzconflitte
entscheiden soll.
Wir möchten daher
ad a. die Sache auf positive Grundlagen zurückführen,
und
ad b. wenn man dem Richter seine Competenzfrage in
diesem Punkte entziehen will (denn außerdem kann man
sie ihm nicht nehmen), Vorschlägen, daß eine Behörde ge-
bildet werde, welche auch bei der Administration nicht be-
theiliget ist.
In der ersten Hinsicht haben auch die Römer die res
imperii von den rebus jurisdictionis wohl unterschieden,
und ihr imperium noch weiter ausgedehnt als die Neueren,
weil sie die bloßen Privatrechtssachen dem imperium gegen-
Überftellten: selbst die Criminaljuftiz gehörte also zum im-
perium. In der Kaiserzeit hatte der fiseus nicht nur
vielerlei Privilegien, sondern sogar die res privatae Cae-
saris et Augusti wurden oft dem Fiseus gleichgestellt; aber

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