Full text: Abhandlungen civilistischen und criminalistischen Inhalts (Bd. 1 (1833))

Gibt eö noch stricti juris Obligationen rc. 87
-er« Eindruck in den Augen des Richters machen sollen,
wie in unserer lex das Beispiel bei der aestimatio des servus
zeigt: finge filium naturalem vel fratrem esse, und wie auch
schon Cujacius ausgeführt hat "). Dadurch folgt dann, daß
in solchen Fälle« nicht nur das peeuniäre Interesse, welches
äftimirt werden kann, sondern auch das übrige juristische
Interesse, daS letztere natürlich auf seinem Wege, z. B. daß
der Beklagte den servus entlasse« muß, realistrt werden
muß;
2) das jusjurandum soll doch ittiittct* mehr eine blos
moralische, alS eine juristische Sicherheit gewähren, und
deßhalb sagen die Römer: item s! juratum fuerit, licet
judici vel absolvere, vel minoris condemnare 52). Für den
Schwörenden selbst lassen stch ebendeßhalb keine juristischen
Regeln und Cautelen geben; weil aber der Schwur nur das
Gewisse«, nicht die juristische Wicht deS Richters bestimmt,
so kann dieser auch im voraus eine quantitative Grenze bestim-
men, so daß er in dieser seiner Ueberzeugung von denr
Maximum des Interesse» noch durch jene moralische Kraft
bestärkt werde» will *3),

tz. 8.
Das Resultat unserer bisherigen Darstellung ist :
1) Der Unterschied zwischen str, jur. und b. f. actiones
findet sich nicht nur dem Namen, sondern auch wirklichen
praktischen Folgen nach im justinianischen Rechte. Abgesehen
nämlich von den mit dem abgekommenen ordo judicii un-
mittelbar zusammenhängenden Folgen find hier zu berück-
fichtigen
a) wegen des römischen Kontraktssystems das Verhältniß
der paeta adjecta,

LI) Opera ton». IV. PSF. 368.
52) h. 5. §. 2. v. 12, 3.
53) U 4. ß. 3. L. S. §. 1. v. 13, 3

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