Full text: Abhandlungen civilistischen und criminalistischen Inhalts (Bd. 1 (1833))

5. Ueber die Preßvergehen

die Special iral der Pfandrechte in den neuen Gesetzgebungen. 57
zustehenden Rechte verbürgen. Bei Immobilien ist die Pub-
licität der Rechte Niemanden gefährlich oder schädlich —
alle sichernd. Ich weiß zwar wohl, daß Manches in dieser
Hinsicht in einzelnen Ländern bereits geschehen ist; und ich
verlange hier nur/ daß in der Einheit des Prinzips und der
Manipulation das ganze Gebäude der dinglichen Rechte auf-
gestellt und erhalten werde. Darüber vielleicht ein andermal
einige Vorschläge.
Als einiges/ neue Ergebniß für Gesetzgebung im Hypo-
thekenwesen aus diesen Zeilen möchte vielleicht aufzustellen
seyn — der Satz/ daß nicht aus der Vergleichung der neuern
GesetzgcbungSprodukte allein/ als vielmehr aus einem durch-
dachte«/ in das gesammte Civilrecht eingreifenden Plane
eine tüchtige Pfand - und Hypothekenordnung entstehen wird —
ferner der Satz/ daß das Zurückgehen auf römisches Recht
auch in solchen Lehren/ wo die neuere Zeit von einer und
der andern Seite offenbar vorgeschritten ist/ dennoch immer
der sicherste Bürge für das Gedeihen des Neuen/ für die
Umsicht in den Gebilden der Gegenwart seyn wird.

Ueber die Preßvergehen.

Nur im Kurzen soll hier angezeigt werden/ von welchem
Standpunkte die Natur der Preßvergehen erfaßt werden muß /
um eine richtige und verläßige juristische Bestimmung zu
gewinnen. Die vollkommene Ausführung dieses überreichen
Thema's wird erst in späteren Zeiten einen erfahrnen
tüchtigen Schriftsteller finden.
Um die Wichtigkeit dieser Lehre zu fassen / muß man auf
den in der neuesten Zeit oft verkannten Umfang des Begriffs
der Injurien zurückgehen. Jeder Eingriff in öffentliche oder
Privatrechte auf eine bößabsichtliche (dolose) Weift/ und so

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