Full text: Abhandlungen civilistischen und criminalistischen Inhalts (Bd. 6 (1848))

19. Eine gemeine deutsche Gesetzgebung

Ei« paar Worte über die neuesten Plane
zur deutschen gemeinen Gesetzgebung.

8- 1.
Ueber den praktischen Zustand des Civil- und Criminal«
rechts in Deutschland.
3n unfern Tagen sind Congresse, Gesandtschaften und das
damit verbundene Leben freundschaftlicher Besprechungen und
gutgemeinter Unterhaltungen so zur Lebensordnung geworden,
daß jeder seine Pläne nach den Umständen der Zeit auf solche
Art verwirklichen will. Kann dieses Alles durch die höchste
Auctorität der Staaten und mit Kostenvergütung durch die
Völker geschehen, so macht dieses den sichersten und in jeder
Hinsicht vollkommen befriedigenden Eindruck für die Staats-
männer.
Dagegen steht auch denjenigen, welche vom häuslichen
Heerde dem Champagnertreiben des Lebens zusehen, wohl er-
wägend, was zum Wohle der Völker auszuführcn, und der
innersten Gesinnung der Menschen entsprechend, auch den auf
die verschiedenste Weise Denkenden zu allen Zeiten genehm ist,
wenn nicht die gefährliche Herrschlust oder die Profession des
Staatsmannes in ihnen herrschend ist, — zu, ein offenes Wort
zu sprechen, — soferne man das Wasser, welches noch
nicht helle ist, mehr noch zu trüben bestrebt ist.
Und in dieser Gesinnung sind diese Worte geschrieben von Je-
manden, der seinen Namen hier nicht nennen will, denn es
gilt hier rein der Sache.

§. 2.
Vor Allem ist es nöthig, einen Blick auf die Literatur
der practischen Jurisprudenz in Deutschland zu werfen.

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