Full text: Abhandlungen civilistischen und criminalistischen Inhalts (Bd. 3 (1839))

14. Ueber den status civilis und über dessen Wirkungen nach dem Unterschiede des neueren Rechts in Personal- und Realstatute

lieber den »latus civilis und über -essen Wirkun-
gen nach -em Unterschiede des neueren Rechts
in Personal - und Realstatute.
Von Noßhirt.

§. 1.
^er status civilis im römischen Rechte hatte feine volle
Bedeutung, weil er das Fundament nicht nur des juris pub-
lici, .sondern auch deS juris privati war. Abgesehen von
dem Rechte zu den sacrls et sacerdotiis, zu den comitiis
und honoribus war noch bis lange nach der Republik die
Sache bedeutend wegen der leges judiciorum publicorum,
denn ein römischer Bürger in der Hrovinz konnte verlangen
darnach und nicht nach der Instruction des Provinzialma-
gistratcS gerichtet zu werden. IM justinianischen Rechte ist
freilich auch diese Spur verlören. Im jure privato war
noch die patria potestas, die testamenti factio und Man-
ches von dem Gerichtswesen auf den status zurückzuführen,
darneben gab eS ein besonderes Recht und eine besondere
Pflicht als dccurio unb Angehöriger einer Stadt, was hier
Alles dahin gestellt bleiben kann. Die meisten Privatrechte
waren juris gentium, und hier hing dann vom status nichts
ab. Daß in solchen Rechten auch ein Fremder Schutz vor
römischen Gerichten fand, ist nicht zweifelhaft — gesetzliche
Privilegien und beneficia juris scheinen sich aber nicht auf
einen Fremden erstreckt zu haben, weil diese in einer lex
oder in einer Constitution besonders begründet feyn mußten,
nur für römische Bürger begründet wurden, und so schwach
die Ueberreste des römischen Bürgerrechts waren, doch die
römische StaatSgenoffenschaft hiefür wirksam blieb, zumal
man gar keinen Gedanke» für da- Verhältnis eine- subdi-

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