Full text: Abhandlungen civilistischen und criminalistischen Inhalts (Bd. 5 (1844))

17. Recensionen

17.1. Ueber die Verbindlichkeit zur Beweisführung im Civilprozesse von Dr. Theobald Rizy, Supplenten der Lehrkanzel des bürgerlichen Rechts an der Universität zu Wien. Wien 1841. bei Braumüller und Seidel

VII.

Recen fronen.

I
Ueber die Verbindlichkeit zur Beweisführung im Civil-
prozesse von vr. Theobald Rizp, Supplenten der Lehr-
kanzel des bürgerlichen Rechts an der Universität zu
Wien. Wien 1841. bei Braumüller und Seidel.
^er Verfasser, welcher im Jahre 1837. schon ein Werk her-
ausgegeben hat — der Beweis durch den Haupteid im öster-
reichischen Civilprozesse, hat seine Gabe einen Gegenstand nach
den feineren Seiten zu betrachten, besonders in dem vorliegen-
den Buche nachgewiesen.
Glücklicherweise waren ihm in der neuesten Zeit manche
Quellen gründlicher Forschungen eröffnet, die er freilich nur
zum Theile benützt hat. Es konnte ihm hiernach nicht fehlen,
einzusehen, daß die Web er'sche Lehre, es komme zunächst Al-
les auf den Klagegrund und auf das Verhältniß der Erceptio-
nen an, weder für das römische Recht noch für unser Recht,
entscheidend seyn kann, einmal, weil der Satz actori incum-
bit probatio nichts andres heißt, als denjenigen, der etwas
zur Grundlage einer Rechtsprätension oder Intention macht,
müsse es beweisen, wodurch denn auch der Ercipient actor
wird, das andremal, weil der ursprüngliche Sinn der rö-
mischen exceptio als j»8 ex aequitate introductum jetzt
nicht mehr gilt, vielmehr jetzt die Ereeption etwas ist, was
der Kläger in seiner Klage nicht anzuführen brauchte, dem Be-
klagten aber zu seiner Vertheidigung nöthig oder dienlich ist,

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