Full text: Abhandlungen civilistischen und criminalistischen Inhalts (Bd. 5 (1844))

Einig« Nachträge zu frühere» Arbeite» i» dieser Zeitschrift. 163
dasselbe berufen, und der andre verliert die «rrlis, weil diese
sonst keine Bedeutung hättel0).
X
Auslegung der Verträge.
Eigentlich läßt sich hier Alles auf einen einzigen Grund-
gedanken zurückbringen. Die Auslegung ist gegen den Propon-
nenten zu machen, denn dieser hätte sich klarer ausdrückcn sol-
len. Der Proponent ist aber
a) juristisch derjenige, ohne welchen das Geschäft nicht zu
Stande gekommen wäre, also bei dem Verkaufe der Verkäufer:
weil, wenn Jemand nicht etwas zu verkaufen vorhat, an ei-
nen Kauf nicht zu denken ist,
b) factisch derjenige, welcher durch eine besondrc Bertrags-
clausel etwas will, namentlich durch ein pnctum ailjeetum.
So ist die I. 34. pr. D. 18. 1. zu erklären; hier ist der Ver-
käufer nicht der Proponent, weil er neben dem Verkaufe noch
etwas besonderes zur Erhöhung des Verkaufsobjectes bietet, und
wo ihm also auch die Wahl gelassen seyn muß.
Viele Billigkeitsgedanken haben sich bei den Römern selbst
Mit diesem Hauptgedanken verbunden, aber sie beweisen nichts,
sondern nicht nur Colorirungen für das Hauptprincip.

2o) Die I. 6. D, 18. 3. steht nicht entgegen, und es braucht
der Verlust der »rrl,» nicht besonders bedungen zu seyn.

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