Full text: Hof und Staat (Bd. 2 (1809))

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sten Landesregierung meine Unschuld vorlegen kann, bitte ich 
in tiefster Unterthänigkeit: 
eine förmliche Untersuchung wider mich zwar nöthigen 
Falls gnädigst zu veranlassen, dabey aber mir die in 
den Landesgesetzen nachgelassenen Vertheidigungsmittel 
huldreichst zu verstatten, und zu dem Ende, dem com- 
mittirten Amte anzubefehlen, daß es über den Punkt, 
ob ich die in mein Privat-Leben und Familien-Ver¬ 
hältnisse einschlagenden Schriften herausgeben solle, 
rechtlich Erkenntniß einhohle. 
Ich glaube um so weniger, eine unterthänigste Fehl¬ 
bitte zu thun, weil ja ohnedies alle meine Schriften in dem 
gerichtlichen Verwahre sind, und dann, wenn darauf er¬ 
kannt wird, der gerichtlichen Kognition offen liegen. 
Ehrfurchtsvoll ersterb ic | | 
Euer Herzogl. Durchlaucht 
Saalfeld den 16ten Nov. 1790. 
unterthänigster 
Theodor Kretschmann. 
Durchlauchtigster Herzog, 
Gnädigster Herzog und Herr! 
Der Secretaire Kretschmann allhier stehet 
im Begriffe, von hier weg, und nach Jena zu ziehen, 
wie er denn bereits sein Wohnhaus verkauft, und sehr viele 
seiner Sachen schon fortgeschafft haben, auch selbst mit den Sei¬ 
nigen noch in diesem Monate abzugehen Willens seyn soll. Da 
nun die wider denselben anhängige Untersuchungs-Sache 
noch nicht beendiget ist, und seine ihm weggenommenen 
und 
Osteasen
	        
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